Im Rahmen der Green Glamour Blogparade drehte Katja von Bees and Balloons den Spieß um und fragte Kathrin und mich zum Thema Nachhaltigkeit in unserern Kleiderschränken. Ihre Fragen finden sich hier. Wir geben den Kelch weiter an:
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Achtest du beim Kauf deiner Kleidung auf Nachhaltigkeit?
Kathrin: Ich kaufe Kleider nicht, weil sie gerade so schön billig ist, sondern weil ich weiss, dass ich sie lange tragen werde, weil sie mir wirklich gefallen. Ausserdem trage ich viel Vintage und tausche mit meinen Freundinnen und Mitbewohnern.
Mahret: Ehrlich gesagt nicht explizit. Das meiste was ich trage ist von jungen Independentdesignern, die ich meistens auch persönlich kenne. Da weiß ich dann auch meistens über deren Rohstoffe Bescheid. Da achten alle genau darauf, wo ihre Stoffe herkommen. Meist (nicht immer!) sagt ja schon der Preis eines Kleidungsstücks etwas über seine Herkunft aus. Wenn eine Jeans nur 10 EUR kostet und das nicht im Sale ist, dann kann man sich ja an fünf Fingern abzählen, wo die herkommt. Ich würde mich als Kundin mit offenen Augen und Ohren bezeichnen. Bewusst nach Ökomode suche ich aber nicht.
Was hat dich auf das Thema aufmerksam gemacht?
K: Green ist hier in New York ein Thema, weil die Amerikaner gerade aufwachen und merken, dass sie in Sachen Umweltbewusstsein 20 Jahre hinterher sind. Mit dem Glamour kann man die New Yorker besser vom Green überzeugen. Sie sind die letzten die grüne Kleider tragen würden, wenn sie darin nicht gut aussehen würden.
M: Was genau das war, weiß ich nicht mehr. Wenn man wie ich im Modebereich arbeitet, dann ist man in letzter Zeit ständig mit Ökothemen umgeben. Das Problem von Pestizidrückständen in Kleidung kenne ich aber schon aus der Kindheit, von allergischen Reaktionen auf bestimmte Stoffe.
Wieviele Teile aus organischen Materialien, recyclter Baumwolle, fairem Handel … besitzt du?
K: Ungefähr 10. Die schönsten Teile davon hat mir meine Mutter geschenkt, die noch mehr auf Material und Qualität achtet, als ich.
M: Von Teilen, auf denen explizit steht, dass sie einen nachhaltigen Hintergrund haben, keins.
Was ist dein “grünes” Lieblingslabel?
K: Edun, das ich auf unserem Blog vorgestellt habe.
M: Habe ich mich bisher zu wenig mit befasst. Mir gefallen aber die Sachen vom dänischen Label Noir sehr gut. Die habe ich im September in London auf der Fashion Week für mich entdeckt.
Wie stehst du zu Pelz bzw. Leder?
K: Ich esse Fleisch, ich trage Leder. Das ist für mich natürlich. Wenn nur das Fell von Tieren verwendet würde, die auch gegessen wurden, hätte ich kein Problem mit Pelz. Da viele Tiere aber leider ihres Felles wegen gezüchtet werden, ziehe ich den Pelzmantel von meiner Oma nicht mehr an, sondern dekoriere damit meinen Sessel.
M: Ich trage Leder, weil ich Kunstleder ganz furchtbar finde. Entweder echt oder was ganz Alternatives. Dann statt der Ledertasche lieber den Jutebeutel
Zu Pelz habe ich ein sehr zwiegespaltenes Verhältnis. Ich liebe Pelz, aber finde nicht, dass für diese Vorliebe Tiere sterben sollten. Daher würde ich einen Trend auch nicht durch das Tragen eines Vintage Mantels kreieren/unterstützen wollen. Ich habe noch keine vertretbare Alternative zu Leder gefunden. Zu Pelz gibt es aber viele. Wir leben nicht mehr in einer Zeit, in der wir auf Tierfelle angewiesen sind, um uns zu wärmen. Dieser Luxus ist völlig überflüssig. Omas Nerz daher nur heimlich zu Hause… Für die Optik gibt es mittlerweile wunderbare Webpelze!
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Es ist doch egal ob man sich billige oder teure Klamotten kauft. Ob Gucci oder Kik es werden die gleichen Stoffe verwendet und in Taiwan schön billig produziert. Wer heutzutage noch denkt dass teuer gleich Qualität bedeutet tut mir leid!
Ich versteh nicht warum man Fleisch isst, Leder trägt aber Pelze meidet. Glauben die Menschen wirklich dass das Fleisch vom Himmel kommt und das Leder von den Bäumen wächst?
Die Tiere werden getötet und das auf grausame weise egal ob man Ihnen das Fell, Leder oder Fleisch nimmt!
bei grünen produkten gehts doch neben dem material auch um die arbeitsbedingungen, oder? dieser faktor wird mir immer wichtiger. ich habe einfach absolut keine lust mehr, in klamotten rumzulaufen, bei denen ich nicht sicher sein kann, dass daran nicht auch kinder mitarbeiten mussten. auch wenn menschen durch schlechte arbeitsbedingungen krank werden will ich daran nicht beteiligt sein.
@Manu: Dass teuer nicht immer für Qualität steht, mag sicher wahr sein. Dennoch ist zwischen High-End-Fashion und Discount-Ramsch definitiv eine klare und saubere Trennungslinie zu ziehen.
Ich glaube an das “ETHISCH UND ÖKOLOGISCH REINE LUXUSPRODUKT”.
Es lebe die Freiheit!
@Habe den Kleiderbügel abgenommen und den Fragebügel in den Blog gehängt. Bin gespannt, was die Mode-Blogosphäre so zu sagen hat.
Mir geht es wie Natascha. Ich will nicht, dass andere schuften, damit ich schick sein kann. Und um die Früchte gleich noch höher zu hängen: Neben der sozialen Qualität will ich auch ökologische Qualität. Dafür bin ich auch bereit zu zahlen. Ich kaufe eh´weniger.
@loewenherzblut: Jaaaa, mehr glamouröses Gutes auf die Haut.