
Wie ein Kleid unter anderem entstehen kann, lernte ich im ersten Semester im Pflicht-Designworkshop. Der zweite Workshop bei einem anderen Professor fand vor 14 Tagen an einem kompletten Wochenende statt und zeigte uns, dass man sehr viel aus einem uralten Schnitt herausholen kann. Das gesamte Projekt zerrte sehr an den Nerven und trieb uns an Grenzen – denn bereits die vorbereitende Eigenarbeit verlangte viel Zeit und Geduld. Hier gibt es für Euch exklusiv die Entstehungsgeschichte meines zweiten Outfits!

Während der Vorbesprechung bekamen wir auf einem A4-Zettel den Grundschnitt eines Barockhemdes, das man in dieser Form vom 16. bis zum 18. Jahrhundert getragen hat. Außerdem erhielt jeder von uns einen Meter Nessel (Probestoff), um den Schnitt zu Hause zu realisieren.


Zunächst mussten wir die Inch-Angaben des Grundschnitts in Zentimeter umwandeln, den Schnitt auf den Probestoff übertragen und alle Teile zusammennähen. Das Ganze gestaltete sich schwieriger als gedacht, weil einige der Techniken (z.B. besondere „Zwickel“) heutzutage kaum oder gar nicht mehr verwendet werden.

Der Schnitt war außerdem nicht immer ganz schlüssig, weshalb wir den ersten Tag des Workshops mit der Besprechung jedes Barockhemdes verbrachten – obwohl wir alle den gleichen Zettel bekommen haben, hatte am Ende jeder Teilnehmer (!!!) ein anderes Barockhemd! Wir mussten unsere überdimensionalen Werke anziehen und in der Runde dem Professor vorstellen …
Im Rahmen der Vorarbeit galt es auch, sich inspirierende Filme anzuschauen (u.a. „Barry Lyndon“, „Liaisons Dangereuse“ oder „Marie Antoinette“) und sich dazu Skizzen sowie Notizen zu machen …


Darüber hinaus recherchierte ich viel im Internet, suchte nach Inspiration und schaute mir an, was ich mit Barockhemden verbinde.



So entstanden einige Ideen und ich begab mich im nächsten Schritt auf Stoffsuche! Wir durften uns nur an karierten Materialien bedienen, die aus Leinen, Baumwolle oder Wolle bestehen. Für welches Material und Muster ich mich entschieden habe, wie das Endresultat aussieht und wie ich das Outfit in Szene gesetzt habe, erfahrt Ihr bereits am Donnerstag (20. Dezember) in Teil 2 meiner kleinen Designer-Backstage-Reportage!
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Bin schon gespannt auf Teil 2 – ich möchte die Fotos vom Shooting sehen!!!
ich bin soo gespannt auf das ergebnis!! der workshop hört sich aber richtig cool an, voll kreativ…
ich versteh nicht, wie aus diesen quadratischen mustern überhaupt ein richtiges hemd entstehen kann :O
Wir wollen das Ergebnis sehen & die Fotos dazu!!! Ich bin schon richtig gespannt …
nur noch einmal schlafen ;-D
oh wow! das beindruckt mich ja schon ziemlich! was würde ich dafür geben sowas zu können. aber ich glaube dir gerne, dass das eine riiiiieeeesen arbeit ist!