

Bei den heutigen TOP 5 dreht sich alles um Dinge, die nicht das sind, was sie scheinen. In der Mode gibt es dafür ja ausreichend Beispiele. Aber auch in anderen Bereichen stellen sich Dinge in der Realität oft anders dar als auf dem Papier/Bildschirm etc. Dafür gibt es sowohl positive als auch negative Beispiele.
1 PHOTOSHOPDISASTER
Mein Liebling der Woche ist die Website Photoshopdisaster. Gefunden habe ich den Blog über unsere treue Leserin Patricia, die besagte Seite auf Lifestyle-Bunny vorstellte. Zu finden ist da der eine oder andere grauselige Versuch, mit dem beliebten Bildbearbeitungsprogramm entstandene Fotos im Nachhinein noch ein wenig zu verschönern. Dass das mitunter nicht so einfach ist, müssen auch Grafikprofis oft feststellen. Dass dann aber die eher fragwürdigen Versuche ihren Weg in den Druck finden, ist manchmal mehr als erstaunlich. Zusammengetragen werden diese dann von den Machern von Photoshopdisaster. Viel Spaß beim Stöbern!
Jegliches Bildbearbeitungsprogramm eignet sich im übrigen wunderbar dazu, selbst einmal auszuprobieren, wie man z.B. auf einem Laufsteg aussehen würde oder ob einem die neuesten Kreationen stehen würden. Ich habe das einmal mit einem Design von ioannis dimitrousis ausprobiert. Nachmachen erwünscht!

ERGEBNIS:

2 VORHER – NACHHER
Und wenn wir schoneinmal dabei sind: Googelt man die Worte „Photoshop“ „Stars“ „Before and after“, findet man einige Seiten, die sich mit der bunten, perfekten Glitzerwelt und ihrem Zusammentreffen mit der Realität befassen. Dass die meisten der berühmten Damen und Herren, die wir in irgendeiner Form beachten, normalerweise nicht so aussehen, wie sie uns in den Medien dargeboten werden, weiß heute schon jedes Kind. Aber wie sehen sie denn nun aus? Was ist Arbeit des Grafikers und was echt? Besonders realistischen und interessanten Aufschluss bietet die Seite iwanexstudio.com (Auf „Portfolio“ klicken und dann immer mit der Maus über das Bild fahren, um zu sehen, wie es sich verändert). Auch einen Besuch wert sind entertainmentwise.com und glennferon.com. Ein Tutorial, das zeigt, wie es geht, hat Dr. Web.
3 FAKE!
Es ist heute schon fast an der Tagesordnung, gefälschte Luxusartikel durch die Gegend zu tragen. Vornehmlich an Handgelenk oder Schulter in Form einer Armbanduhr oder Handtasche. Letztere ist ein besonders beliebtes Objekt der Statuserhascherei. Davon kann man halten, was man mag. Wen das stört, der kann aber nun in Aktion treten, mit den FAKE – Stickern. Einfach aus dem Netz herunterladen, auf Klebefolie ausdrucken und es kann losgehen. Gefälschte Tasche erspäht, Folie abgezogen, Sticker aufgeklebt und der Schwindel ist enttarnt. Mehr Informationen und die Aufkleber zum Herunterladen findet man hier. ACHTUNG: TWOFORFASHION ÜBERNIMMT KEINE HAFTUNG!!!
screenshot von www.thisbagisafake.com
4 TOTE TIERE AUF DEM KOPF
Sehr gewöhnungsbedürftig sind die Arbeiten der irischen Fotografien Sarah Jane Lynagh. Typisch für sie ist der Einsatz unkonventioneller Materialien wie beispielsweise Teile toter Tiere, die sie in Modeaccessoires verwandelt. Dabei geht es ihr nicht um ästhetische Aspekte, sondern vielmehr um die Entwicklung eines Bewusstseins für fleischproduzierende Prozesse. Eindeutig eine eher eklige Angelegenheit, die nicht so sehr zum Nachahmen animiert. Politischer Aktivismus getarnt als Fashionstatement. Wer jetzt ganz neugierig ist, schaut besser ganz schnell hier nach.
5 Omas alte Teller …
…sind Gold wert. Auch wenn der olle Plünnkram auf den ersten Blick das ästhetische Herz eines Minimalisten kaum höher schlagen lässt. Das Magazin der Süddeutschen Zeitung hat aber nun darauf aufmerksam gemacht, dass eben doch manchmal Gold sein kann, was nicht unbedingt glänzt. Kitschiges Porzellan ist in. In dem Text heißt es „Wer jetzt zuschlägt, kann sich auf Wertsteigerungen freuen – vor allem bei sehr teuren Objekten wie frühem Meißner”, sagt Sabine Neumaier, Porzellan-Spezialistin im Schweizer Auktionshaus Koller. Sie rät, vor allem auf detailreiche Malerei und feine Modellierung zu achten. Ob auch ich da mit meinen Flohmarktfunden punkten kann!?

Jedenfalls scheinen mittlerweise auch eine Reihe nahmhafter Modedesigner die Qualitäten des uralten Materials Porzellan erkannt zu haben und designten für die alte bayerische Porzellanmanufaktur Nymphenburg kitschige Figuren. Wer da mitgemacht hat und wie das genau aussieht, findet sich hier. Aber Achtung! Was auf den ersten Blick billig und blöd aussieht, kann mitunter ein ganz schön großes Loch ins Sparkonto reißen. Für unter 20.000 EUR ist da nichts zu haben. Und der Kauf ist nur auf Anfrage möglich!
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hi mahret, tolles thema aber so desillusionierend!
Am besten gefallen mir die FAKE-Aufkleber. Da könnte man sich in New York mal mit einem Stapel auf den Weg machen und die Auslagen der Strassenverkäufer und die Läden in Chinatown zupflastern. — Aber ist das dann doch zu Markenpolizei-mässig.
An diesem Thema erkennt man wie realitätsverzerrend die Fotografie und die damit zusammenhängende Möglichkeit zur digitalen Bearbeitung ist. Im Grunde genommen kann man sich nicht sicher sein, ob fotografische Abbildungen in Magazinen, Zeitung etc, echt sind.
Ich will einen Fake Aufkleber – für meine eigene Louis Vuitton Fake Tasche. Vielleicht werden die Fake Aufkleber ja so hip, dass Fashionistas anfangen ihre echten Taschen damit zu bekleben
@larissa
lieber desillusioniert als verzweifelt zu hause vorm spiegel. es ist doch sehr beruhigend, dass die reichen und schönen auch ihre fettpölsterchen haben und pickel und schiefe nasen. in diesem fall eine desillusion, die ich sehr gutheiße!
@berlinessa
na da hättest Du aber viel zu tun! Ne, ich verstehe das ganze auch eher als Scherz. Vielleicht ist es ein lustiges Statement, wenn man den Aufkleber auf seine eigene Tasche gefälschte klebt!?
@Sandra
ich denke man kann sich sicher sein, DASS die Fotos alle bearbeitet sind!
Das ist ein klasse Selbstversuch, Mahret. Schöne Umsetzung des Themas