
© Frank Schröder
Vom 20. – 25. Februar findet zum 25. Mal die Fashionweek in London statt. Ich bin einmal mehr vor Ort in einer Stadt, die weniger für ihren Glamour als ihre punkige Straßentauglichkeit bekannt ist. Viel gesehen habe ich bisher, viele nette Blogger getroffen und einen Block voll Inspiration gesammelt.
1 Die Übersicht
London Fashionweek ist ein Oberbegriff für eine Reihe separat zu verstehender Veranstaltungen. Zum einen gibt es da das BFC (British Fashion Council) Tent am Natural History Museum, in dem die Shows der großen Designer wie Christopher Kane und Vivienne Westwood zu sehen sind. Ebenfalls dort befindet sich die so genannte Exhibition, eine Art Messe, auf der Designer ihre neuesten Kollektionen präsentieren. LONDONFASHIONWEEK
Eine eher junge Veranstaltung ist die ON/OFF. Zu sehen gibt es Präsentationen junger Designer. Viele PR-Agenturen nutzen die ONOFF um ihre Nachwuchskräfte vorzustellen. Wer an den Stars von Morgen interessiert ist, sollte unbedingt hier ein Auge darauf werfen. ONOFF
In fußläufiger Entfernung vom BFC-Tent befindet sich der Veranstaltungsort des Vauxhall Fashionscout. Eine vom Automobilhersteller gesponsorte Geschichte, auf der es sehr viele junge Independentdesigner zu entdecken gibt. Die Veranstalter sind besonders erfreut über Blogger und sehr zuvorkommend. Hier bin ich immer am liebsten. VAUXHALL FASHIONSCOUT
Dort gesehen habe ich die kommende Kollektion des Londoner Designers ioannisdimitrousis
2 Ioannisdimitrousis
Bereits im letzten Jahr konnte ich die Kollektion des jungen Briten bestaunen und war sehr erfreut, zu sehen, dass er seiner Linie treu bleibt und bestimmte Grundelemente in der aktuellen Kollektion weiterentwickelt hat. So gab es dieses Mal aus dünnen Ketten gewebte Kleider zu sehen und Fransen aus Ketten an Pullovern für den Herren. Ein Trend, der sich sicher fortsetzen wird.

Nach der Show traf ich die beiden Blogger Frank und Claudio von I heart Berlin, die mir beide spontan ein kurzes Interview zur Show und ihrem Aufenthalt in London gaben:
3 ASHISH
© Frank Schröder
Ein wahres Highlight war die Show des indischen Designers Ashish Gupta. Im Londoner Hippodrome, einem Veranstaltungsort für Liveperformances, war die Show als Zirkusvorstellung inszeniert, mit Trapezkünstlerinnen und einer Liveband. Das Styling war gewöhnungsbedürftig bunt – wie im Zirkus eben –, aber einzelne Teile haben es mir durchaus angetan:
© 2009 Christopher Moore Limited
4 Arutyunov Sa
Oft ist es so, dass Designer ihre Models mit besonders ausgefallenen Schuhen quälen. Auf die Spitze getrieben hat es das Label Arutyunov Sa mit seiner Herbst/Winter 2009/2010-Präsentation. Hier ist die richtige Balance gefragt:
© Frank Schröder
Weniger gefährlich aber auch seht nett:

© Frank Schröder
5 Noir
Dass Ökomode nach High Fashion aussehen und das Image der Hippies in Jesuslatschen weit hinter sich lassen kann, beweist das dänische Label Noir:
© 2009 Christopher Moore Limited
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Noir ist hier mein absoluter Liebling!
Vor allem das lange Kleid mit dem Lederstrumpf, wirklich umwerfend!
Dagegen könnte ich mir meinen Mann absolut nicht im Kettenhemd vorstellen…
Ach Du Heiliger, wie kann man solche Plateau-Schuhe überhaupt anziehen, geschweige denn auf denen laufen?
Noir hat wirklich tolle Sachen präsentiert!! Das Minikleid ist super schön!
Ich finde nur die Models ein bisschen dürr!!
Noir gehörte sicher nicht zu den spektakulärsten Labels. Aber dennoch fand ich die Show sehr gut, weil eben mal Dinge gezeigt wurden, die man sich definitiv im eigenen Kleiderschrank und im Alltag vorstellen konnte.