
Diese Woche hörte ich die Lieder, die meine Lieblingsdesigner zum Weinen bringen. Ich fand heraus, dass ich es mir nicht leisten kann, zu Miroslava Dumas Geburtstag eingeladen zu werden. Ich ließ mich auf JJJJound inspirieren und vom geplanten Conde Nast College abschrecken. Und klickte mich durch die Super-Blog-Plattformen Freshnet und Nowmanifest.
1. 10 Lieder, die mein Leben gerettet haben

„Don’t forget the songs that made you cry and the songs that saved your life.“ Ich habe leider schon zu viele Lieder, die mich einmal zum Weinen gebracht haben, vergessen, daher habe ich mich gleich in die Seite „tensongsthatsavedyourlife“ verliebt. Modedesigner, Künstler, Fotografen, Autoren, Musiker und Filmemacher listeten hier ihre Top 10 Lebensretter-Lieder auf. Wie für Rodarte ist für mich „Blue Moon“ von Elvis Presley ein Lied, das mich in der Vergangenheit gerettet hat. Die Nummer 1 von Bless und Christophe Lemaire war mir dagegen bis jetzt unbekannt.
2. The Coveteur

Eine neue Seite, die Euch nach Hause zu Designern, Stars und Sternchen nimmt, heißt „The Coveteur.“ Im Gegensatz zu Todd Selby fotografieren die Designerin Erin Kleinberg und Stylistin Stephanie Mark die Heime nicht authentisch, sondern nutzen sie als Präsentationsfläche der Schätze der Bewohner. So hängt Anna Dello Russo ihren Badeanzug über die Badewanne, Tabitha Simmons ihren Blazer über ihr Bett und Miroslava Dumas legt ihren Ring von Gaia Repossi über einem Gemälde ab. Und von dort wird direkt zu gleichen oder ähnlichen Artikeln in Online Shops verlinkt, was leider vom Interior Design ablenkt. Natürlich ist es nett, direkt aus den Häusern seiner Idole einzukaufen. Aber auch erschreckend, wenn man sieht, dass der Ring von Miroslava Dumas, ein Geburtstagsgeschenk von einer guten Freundin, 36,790 Dollar kostet.
3. JJJJound
Das komplette Gegenteil von The Coveteur ist JJJJound. Nur tolle Fotos, kein Text, keine Links, keine Kommentare. Nichts ausser Inspiration. Wunderbar!
4. Condé Nast College
Viele Modeleute meinen, dass Style nicht erlernbar ist. Doch wenn sie in Zukunft daran verdienen können, im Condé Nast College Style zu unterrichten, ändern sie sicher schnell ihre Meinung. Im Januar 2013 wird das College im Londoner Stadtteil SoHo eröffnen, wo man sich für 8.350 Euro in zehn Wochen ein „Vogue Fashion Zeugnis“ erarbeiten kann. Laut Broschüre haben die begabtesten Studenten nach dem Kurs eine gute Chance, ein Praktikum bei Vogue angeboten zu bekommen. Mir erscheint das Ganze wie ein ertragreiches Praktikanten-Bewerbungsverfahren.
5. Super-Blog-Plattformen

Am Anfang der Blogosphäre wurden Blogs als Demokratisierungs-Ding der Modeindustrie gefeiert. Mittlerweile ist es Gang und Gebe, dass große Verlage und Shops die beliebtesten Fashion-Blogs unter sich bündeln. So bloggen nicht nur Bryan Boy, Anna Dello Russo, Rumi, Elin Kling, Derek Blasberg und das Industrie-Magazin schon eine Weile zusammen auf der Plattform „Nowmanifest“, die Conde Nast gehört. Auf der schwedischen Plattform „Freshnet“ kommen jeden Monat so viele neue Blogger dazu, dass ich mit dem Klicken durch die momentan 48 Blogs überhaupt nicht mehr hinterher komme. Was meint Ihr, wie viel gebündelte Energie ist gesund?
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mit todd selby kann coveteur zwar noch lange nicht mithalten, aber eine gute marketingidee für die onlineshops ist das trotzdem allemal. ist doch bestimmt auch von denen finanziert oder?
hab mir mal die listen bei coveteur, ten songs und freshnet angeschaut und finde es immer wieder erstaunlich, wie viele leute irgendwo gefeatured werden, deren name mir wirklich überhaupt nichts sagt -.-
Die Shops bezahlen sicher etwas für die links…sonst würde man es ja nicht machen..
hahaha:
“Viele Modeleute meinen, dass Style nicht erlernbar ist. Doch wenn sie in Zukunft daran verdienen können, im Condé Nast College Style zu unterrichten, ändern sie sicher schnell ihre Meinung”
Find ich richtig gut, wie du das rausgestellt hast und du hast sicherlich absolut recht