Gestochen, um zu bleiben: Meine Tattoos

Der Sommer ist da, jetzt wird wieder Haut gezeigt. Und die präsentiert sich dank anhaltendem Tattoo-Boom immer farbenfroher. Auch vor der styleranking-Redaktion machte die dauerhafte Körperkunst nicht halt. Heute zeige ich Euch meine Tattoos.

Nur wenige Monate nach meinem 18. Geburtstag besuchte ich zum ersten Mal ein Tattoo-Studio. Endlich konnte Mama mir nichts mehr vorschreiben – schließlich war ich nun erwachsen, zumindest auf dem Papier. Wunschstelle und Motiv waren schnell gefunden: Da ich Füße allgemein schon immer unästhetisch fand, sollten meine mit einer Ranke aufgehübscht werden.

Gesagt, getan. Knapp anderthalb Stunden hing ich an der Nadel. Strich für Strich stach der Tätowierer mir schwarze und weiße Farbe unter die dünne und knochige Haut auf dem Fuß, zog Schnörkel am Knöchel entlang und beendete sein – am Ende in Klarsichtfolie eingewickeltes – Werk schließlich mit einem: „So, fertig. Ich geh jetzt erstmal eine rauchen und komm dann zur Kasse.“ Und so war ich um mein erstes Tattoo reicher und um einen dreistelligen Betrag ärmer. Aber wie jeder weiß: Wer schön sein will, muss nicht nur leiden, sondern manchmal auch dafür bezahlen. Oder?

Tattoos

Mittlerweile blüht das Tattoo bereits seit vier Jahren auf meinem rechten Fuß.

Nach meinem Abi ging ich für ein Jahr als Au-pair nach England. Ich ließ meine Familie und meinen Freund in Deutschland zurück, vergoss gefühlte fünf Liter Tränenflüssigkeit beim filmreifen Abschied am Flughafen und verbrachte die ersten Wochen in der Gastfamilie mit Heimweh.

Das Leben in einer fremden Familie machte mir immer wieder bewusst, wie sehr ich meine eigene vermisste. Also fasste ich einen Entschluss, suchte einen Tattoo-Laden in meiner Gaststadt auf und ließ mich zum zweiten Mal verzieren: Diesmal musste mein Nacken für das chinesische Zeichen für „Familie“ herhalten.

Tattoos

Jetzt trage ich meine Familie immer bei mir.

So langsam befiel mich die berühmt-berüchtigte Tattoo-Sucht, von der mir so viele schon erzählt hatten. „Fängst du einmal damit an, kannst du nicht mehr aufhören“, hieß es oft – und irgendwie hatten meine Freunde Recht.

Im vergangenen Frühjahr überkam es mich wieder: Ich machte einen Termin und landete erneut auf dem Stuhl des Tätowierers, der mir nur wenige Jahre zuvor meinen Fuß dekoriert hatte. Nun sollte es mein linkes Handgelenk sein. Das Ergebnis: eine fliegende Schwalbe, naturalistisch dargestellt in Schwarz und Weiß.

Tattoos

Tattoo Nummer drei: eine Schwalbe.

Welche Bilder und Zeichen zieren Euren Körper?

  1. Luisa

    Ich bin grad am überlegen, ob ich mir auch ein Tattoo stechen lassen soll, tut das denn arg weh? Und wie lange dauert es, bis das Tattoo fertig ist (ich würde mir ein kleines stechen lassen)?

  2. Petra

    Den Tattowierer solltest Du festhalten. Der Mann ist gut. Die Schwalbe sieht sehr hübsch aus und auch die Ranke

  3. Kim

    Vielen Dank für die Blumen! Ich bleibe ihm auf jeden Fall treu, werde auf ein neues Tattoo aber (erstmal) verzichten ;)

    Zum Schmerz: Mit tat es gar nicht weh. Natürlich ziept es ein bisschen, aber es ist wirklich gut auszuhalten. Und durch das Summen der Nadel wird man sogar zwischendurch ein bisschen schläfrig :) Also die Ranke hat bei mir ca. 1 1/2 Stunden gedauert, die Schwalbe auch. Das Zeichen am Nacken war nach 10 Minuten fertig.

  4. Angela

    Ich finde Tattoos bei Mädels ja nicht so schön – zumindest nicht, wenn es an einer präsenten Stelle ist. Mag sein das ich da konservativ bin aber was ist in 40 Jahren? Wir sind ja die erste Generation bei denen es so populär für jederman(frau) ist. Ich bin da eben klassisch – wobei es bei einem gut trainierten Mann natürlich schon sehr sexy aussieht :-)

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