Alle Beiträge zu “New York”

Finale oho, Finale ohohoho. Gestern Abend war es soweit, die letzte Folge von „Die Model-WG“ lief auf ProSieben. Anni war die Erfolgreichste und darf nun in eine Model-WG nach New York ziehen. Auf ProSieben laufen dann ab nächster Woche wieder Germany’s Next Topmodels über den Bildschirm.

In der Model-WG wurden die Nachwuchs-Models zwei Monate lang bei ihrem Start ins Model-Leben begleitet. Nach sieben nervenaufreibenden, tränenerfüllten, freudestrahlenden Folgen waren dann Anni, Sarina und die später dazu gestoßene Vicky die Favoritinnen mit den meisten Jobs. Obwohl die brünetten Mädels in Monaco die Aufträge absahnten und Sarina das Wahnsinns-Hochzeitskleid bei Guido Kretschmer tragen durfte, hat Anni Peyman mit ihrem Ehrgeiz und Biss überzeugt, dass sie es in New York schaffen kann. Wir werden sehen – vielleicht kann Kathrin uns aus Big Apple berichten?

Zum Abschluss der Sendung sind hier zwei kleine Videos für Euch: Ein Anni-Interview, in dem wir sie zu ihrem Style, Trends und Hochzeitsträumen befragen. Außerdem ein kurzer Clip mit kleinen Pannen vom OTTO-Dreh mit den Mädels und Stylist Mads Roennborg, denn wie allen bekannt sein sollte, war OTTO als Sponsoring-Partner der Sendung mit von der Partie;-) Um die Folgen noch einmal Revue passieren zu lassen, empfehle ich unser Model-WG Tagebuch. Viel Spaß!

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© Digby & Iona

Ein Kerl wie ein Baum? Nein, vielmehr ein Ring wie ein Baumstumpf. Das Design-Duo Digby&Iona aus New York kreiert kleine Baumstümpfe für den Ringfinger. Zu einem Preis von $ 210 nicht ganz günstig, dafür aber einzigartig. Vielleicht ja das passende Geschenk für den Liebsten oder die Liebste – zum gemeinsamen Jahresringezählen …

Mehr Informationen zum Ring gibt es hier: http://www.digbyandiona.com/store/show/STR

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Die Belgier sind die besten. Habe ich mir heute wieder gedacht, als ich zum ersten Mal aus dem New York Times-Gebäude im 44. Stock über die Skyline von Manhatten blickte und auf die Kollektionen von sieben belgischen Newcomern. Über sie muss ich keine Geschichten erfinden, ich kann einfach aufschreiben, was ihre Designs mir erzählen. Denn in Belgien ist es Tradition, dass in Kleidern Ideen stecken, wegen denen ihr Design genauso aussehen muss und nicht anders.

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Die Lederjacke von Marc-Philippe Coudeyre beispielsweise ist golden, nicht nur um ein schlichtes Kleid cocktailtauglich zu machen, sondern um Trägerinnen mit dem Glanz und Zauber von Avalon zu weihen. Damit sie „King Arthur“ heilen können, wie seine neun Schwestern es in der Legende taten. Anke Lohs „Modegeschichte“ dagegen ist weniger sagenhaft und mehr futuristisch: Beim Forschen in der Fasertechnik fiel ihr die Ästhetik von bewegten Fasern auf, und sie strickte die dynamischen Formen in ihre neue Modelinie ein.

AnkeLoh

Auch das Design und die Geschichte von Peter Ceursters überzeugten mich, der Schals aus Hemden, Jacken und Pullovern schneidert. Nur, weil sein Freund in Berlin ihm so teuer war, dass er ihm sein „letztes Hemd“ vermacht hat. Als  Schal.

PeterCeursters

© Peter Ceursters

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Manchmal traut man sich als Journalistin nicht, die einfachsten Fragen zu stellen, obwohl man gerne die Antworten hören würde. Einfach, weil man nicht zu einfach rüberkommen mag. Aber da heute Valentinstag ist – der Tag der Liebe – habe ich es gewagt zu fragen,  warum die Fashionweek-Meute Mode so sehr liebt. Ich wollte einfach hören, warum die Mode-Enthusiasten aus der ganzen Welt anreisen und, statt sich mit der Freiheitsstatue zu amüsieren, stundenlang vor einem Plastikzelt Schlange stehen …

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Sally Singer riet im TV-Interview dazu, Kleider öfter als einmal zu tragen. Seither plane ich, auf der übermorgen beginnenden Fashionweek in New York provokativ acht Tage dasselbe Outfit anzuziehen. Da es aber öfter vorkommt, dass ich von einer Schau zur nächsten renne (und schwitze) und es ja auch darum geht, Mode-Freunde zu machen, habe ich die Idee reduziert: auf einen Blazer von Ports 1961, den ich im Moment am liebsten immer tragen würde, sogar nachts beim Schlafen.

JackettUm 7 Outfits zum Blazer zu finden, habe ich heute mein Zimmer auf den Kopf gestellt und einen Fashionweek-Kleiderschrank gepackt: 1 Blazer für 8 Tage.

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Outfit-Varianten nach dem Sprung …

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Es war eine Bereicherung, auf dem Symposium des Fashion Institute of Technology (FIT) mehr über amerikanische Mode zu erfahren. Aber vor allem bin ich glücklich darüber, Charles Kleibacker kennengelernt zu haben, den „Master of the Bias“, Urgestein der amerikanischen Modegeschichte, der im Januar mit 88 Jahren an einer Lungenentzündung gestorben ist. „Ich liebe es, über die Technik zu reden,“ sagte er. Und riet einer jungen Koreanerin, die ihn fragte, wie sie ihr neues Label starten sollte, zu allererst einen Textildesigner und einen Schneider anzustellen.

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Der Bias Cut (= Schnittrichtung, die diagonal zur Geweberichtung verläuft) wurde vor allem in den 30er-Jahren angewendet, als sich Modedesigner noch Kleidermacher nannten.  Die komplizierte Schnitttechnik ermöglicht es, die Bewegungen des Körpers in Kleider einzuarbeiten. Bias-Schnitte und -Konstruktionen harmonieren mit der Körperform, sodass sich das Gewebe so dynamisch wie Haut spannt: Kleibacker-Kleider aus Bianchini-Crêpe und Satin tanzen, sitzen, gehen sozusagen mit den Frauen mit. Denn Kleibackers Meinung nach kauft keine gut angezogene Frau etwas, das nicht bequem ist. „Dass man eine Ahnung davon hat, wie Stoff genäht und konstruiert wird, unterscheidet einen Designer von einem Stylist,“ so Charles Kleibacker, der bei Nettie Rosenstein und Lanvin-Castillo in Paris lernte und arbeitete, bevor er 1960 sein eigenes Label in New York gründete.

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Ich liebe Mode, wenn sie zwei nicht konforme Welten zusammenbringt. Zum Beispiel Blazer, die man anzieht, um professionell, souverän und akkurat auszusehen, und Nieten, die man an Stoff heftet, um wild, stark und gefährlich zu sein. Vielleicht ist ein Nieten-Blazer genau richtig, wenn man zu einem Businessmeeting geht, bei dem man nicht zu nett wirken will. Sondern vorhat, dem Gegenüber geflegt die Stirn zu bieten. Ich persönlich finde an Nieten-Blazern auch toll, dass ich Nieten mit mir herumtragen kann, ohne wie eine Rockerbraut zu wirken.

IMG_53252Bara Holotova, Model

„Mein liebstes New Yorker-Designlabel ist Vena Cava, aber ich mag auch coole Sachen von H&M. Wenn mir Mode gefällt, ist mir egal, ob sie High oder Low End ist, wie dieses Outfit: Die Schuhe habe ich bei Topshop gekauft, das Shirt bei American Apparel, der Nieten-Blazer ist von Zara. Den Rosenkranz hab ich geschenkt bekommen, aber ich bin nicht gläubig. Ich schmücke mich nur damit.“

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Charlotte Gainsbourg ist mein Lieblings-Star. Da freute ich mich natürlich, André zu treffen, der die Sängerin und Schauspielerin – wie ich auch – als Stilikone schätzt. Was mit ihrem androgynen Look, Notify-Jeans und Brora-Kaschmirpullover (siehe Vogue-Artikel), zu tun haben mag. Vor ein paar Wochen ist ihr neues Album IRM erschienen, das sie mit Beck zusammen produziert hat.

Charlotte

André, 27, Banker

„Ich komme aus dem mittleren Westen der USA, dort ist es nie so kalt, dass man einen Pullover tragen muss. Ich habe überhaupt keine Winterkleider, deshalb habe ich mir gegen die New Yorker Kälte diese Jacke von A.P.C. gekauft. Mein Style-Vorbild ist Charlotte Gainsbourg, wir lieben beide Martin Margiela. Meine Lederschuhe sind von ihm. Meine Sonnerbrille ist von Persol. Ich friere lieber, statt mich unter Bergen von Kleidung zu verstecken.”

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„Es sieht sehr rustikal hier aus, war das dein Konzept?“, fragte die Redakteurin eines Modemagazins Alya Kazakevich bei der Eröffnung ihres a.b.k-Ladenateliers in Chinatown. „Ich bin einfach mit meinem Wohnzimmer hierher gezogen“, antwortet die Russin, die seit 9 Jahren in Brooklyn lebt. Und seit 4 Jahren Lederschuhe, Taschen und andere Accessoires entwirft, näht und hämmert. Ich denke eher an „wesentlich, natürlich und gemütlich“ als ich den mit rauem Holz und Leder gefüllten Raum betrete.

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Oft probiert Alya einfach herum und findet heraus, dass man aus Leder, aus dem man eigentlich Reitersättel formt, die schönsten Stiefel herstellen kann. Weil das Design und alle Arbeitsschritte in ihrer Hand liegen, kann sie das Material auf unkonventionelle Art behandeln und die Techniken, die sie bei Barbara Shaum und Vogel gelernt hat, neu erfinden. Holz, Metall und Leder scheinen nur so weit bearbeitet zu sein, wie es die Funktion des Gegenstands verlangt. Einfachheit, Funktionalität und Beobachtung der Natur sind ihre Inspirationsquellen. „Alles ist schon gemacht, Du musst es nur erkennen“, erklärt Alya.

ABK

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Auch wenn es mit der Wirtschaft wieder aufwärts geht, die Folgen der Krise sind aktuell. Viele Verkaufs- und Büroflächen stehen immer noch leer, neue Labels und Pop Up-Stores sprießen wie Pilze aus dem Boden. Zeitungsartikel erscheinen über Design, das sich in schlechten Zeiten gut verkauft. Und die von der Rezession geprägte Mode hängt in den Läden. Anders als bei der Krise 1929, die bewirkte, dass die Röcke immer kürzer wurden, brachte die Wirtschaftskrise 2009 viele Looks und Fashion-Statements hervor. Im Sommer rieten Experten den Designern, keine Basics zu entwerfen, sondern Kleider, die so verführerisch sind, dass man ihnen nicht widerstehen kann. Darling-Designs, die die Vernunft aus- und das Begehren einschalten. Auch glänzende, knallige und verrückte Mode wurde beliebt, mit der man sich vom Ernst der Rezession ablenken konnte. Wie Lady Gaga, die mit superschrägen, coolen Looks überspielt, dass sie nicht so betörend gut singen kann: die wahre Gewinnerin der Rezession!

Recessionsmode

Moderat: BlusenbodyTaft-RockSoftclox, Armreif Darling: BikerlederjackeKleidPumpsHandschuhe, Glitzerleggings Gaga: RockBodyStiefelHandtasche

Weniger extrovertierte New Yorker belebten die Betrüger-Mode wieder. Und täuschten mit dem Betrügerchen aus den Fünfziger Jahren – ein Kragen ohne Bluse, der unter Strickjacken getragen wird – vor, dass sie sich weiterhin neue Blusen leisten können.

Hemden

Nur die heimlich reich Gebliebenen verrieten sich dadurch, dass sie sich moderat gaben. Die Rolex blieb auf dem Nachttisch liegen, denn der Neid der Anderen tat nicht mehr gut, sondern wurde gefährlich. Die Strategie lautete: Dress Down, moderate Materialien und Farben wählen und sich noch einmal in den Kleidern der letzten Saison zeigen, wie die Designerin Vivienne Westwood, die Mode so lange trägt, bis sie komplett verschlissen ist. Auch andere Wege, die Lebensdauer von Mode zu verlängern, wurden wieder beliebt, wie das Re-Interpretieren von Designs.

AndreaCrewby Maja Bergstrom

AndreaCrews2

© Andrea Crews

Beim Pariser Designteam Andrea Crews, das Label- und No-Name-Restbestände aus Lagern aufkauft, kann man sich von den besten Re-Designs inspirieren lassen. In Paris habe ich einen Mantel von ihnen aus zwei Reißverschluss-Jacken anprobiert und einen zum Cape umgeschneiderten Fred Perry-Pullover.

Dass wir aus der Krise lernen, ist das Ziel. Und dass Designer und Konsumenten in Zukunft Ressourcen bewusster und weniger verschwenderisch einsetzen.

AndreaCrews

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