
„Für die Männermode stelle ich mir keine andere Richtung vor als die amerikanischen Klassiker“ – mit der Aussage überraschte mich Mac gleich zu Beginn meines Besuches bei ihm und seiner Verlobten Ren Chang in Brooklyn. Ich ahnte nicht, wie traditionell und bodenständig Mac in seinem persönlichen Stil ist: „Ich bin mit Holzfällerhemden in Minnesota aufgewachsen, mein Vater hat sie immer getragen.“
Ren und Mac haben sich vor 6 Jahren als Verkäufer in SoHo über einen Freund kennengelernt. Und arbeiten mittlerweile beide als Stylisten im E-Commerce. Er bei der Gilt Groupe, sie bei Net-a-Porter. Sie behaupten zwar, dass sie sich modisch nicht beeinflussen, pflegen aber einen ähnlichen Stil und sind sich einig, wenn es um überteure Designermarken geht. „Viele Leute machen sich lächerlich, wenn sie von Kopf bis Fuß Designerteile tragen, aber alles falsch kombinieren“, sagt Ren, die heute ein Top und Sandalen von Zara trägt und einen Rock von H&M. „Es geht oft mehr ums Geldausgeben als um das Design“, so Mac. „Meine liebsten Alltagskleider waren alle nicht teuer.“ Sein letzter Kauf war eine 40-Dollar-Jacke von Prison Blues, die von Gefangenen in Portland hergestellt und getragen wird. Und die Löcher in der Levis-Jeans sind keine Absicht. „Ich besitze diese Hose einfach schon ewig.“



Wenn man den begehbaren Kleiderschrank der frisch Verlobten betritt, sieht man, dass Mac der Sammler von den beiden ist. Er ist den Brands, die er liebt, mehr als treu. „Das Schlimmste ist, wenn High-Fashion-Labels amerikanische Klassiker mit einem kleinen Twist neu interpretieren“, schmunzelt Mac. Er kauft die gleichen Turnschuhe von Vans und New Balance oft mehrmals in verschiedenen Farben und verlässt das Haus fast nie ohne sein Baseball Cap von alife. Seine Krawattensammlung dagegen führt er nur zu Hochzeiten aus. Auch Ren trägt schicke Mode wie Kleider und High Heels meistens nur bei Hochzeitsfesten und liebt im Alltag den legeren Stil: ein Chambray J.Crew Hemd, das sie von Mac geklaut hat, eine schwarze Schlabberhose von Zara und flache Schuhe von Repetto.



Träumen die beiden denn nie von Designerteilen und unterhalten sich über High Fashion, wie man es von Stylisten erwarten würde?, fragte ich mich. „Wenn man etwas beruflich macht, dann redet man privat nicht mehr so viel darüber“, erklärt Mac. „Ich liebe Carven, aber ich kann mir leider nichts davon leisten“, meint Ren, die ursprünglich aus Hawaii kommt und dort Ku’u-lei-aloha heisst. Geht ihr wenigstens zusammen Shoppen, oder habe ich mir das auch falsch vorgestellt?, wollte ich wissen. „Nie! Ich shoppe nicht, ich weiß, was ich will, und dann gehe ich und hole es mir“, antwortet Mac entschieden und zerstört das letzte Klischee in meinem Kopf. So fällt mir nur noch ein, nach einem Stylingratschlag für alle zu fragen. „Die Kombination und der die Passform sind alles. Muster, Farben und Stoffe müssen zusammenpassen. Und die Schnitte müssen gut an der Figur sitzen“, entgegnen alle beide.




Rens Schmuckschätze stammen von Iosselliani, Maria Rudman, This Charming Man, HTC und Tiffany.

Ren trägt oft ihre perfekte Lederjacke von Lot78.




Vielen Dank, dass ich euch besuchen durfte!!!
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Was für ein schönes Paar! Und tre chic!
recht hat er ! lieber ein mann im flanellhemd als in skinny jeans!
einen tätowierer im freundeskreis zu haben ist aber auch fies. da bekommt das tattoo ja schon allein durchs stechen bedeutung
ich finds total schön, dass er den verlobungsring selbst entworfen hat, würd mich echt interessieren, wie deren hochzeitsgarderobe aussieht….
Mehr von solchen Eintraegen!!!!! Macht Spass zu lesen!!!!!
die beiden kommen einfach so natürlich rüber, besonders auf dem ersten bild, ein ganz toller schnappschuss!