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OTTO: TV-Spot Dreh im Schnee

Jetzt läuft der neue OTTO-TV-Spot auf vielen Kanälen und viele hübsche, bunt gekleidete Models feiern in einer weißen Schneelandschaft “Das Fest der Farben”.

Ich bin Anja Müller, verantwortlich für die Mediaplanung und Markenkommunikation bei OTTO, und schreibe backstage vom Dreh des neuen TV-Spots.

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Ich in einer Pause mit herrlichem Ausblick auf die weiße Schneelandschaft.

Die meisten können sich gar nicht vorstellen wie früh die ersten Überlegungen für eine Werbekampagne starten: grob ein halbes Jahr bevor sie im TV, im Internet oder den Modezeitschriften zu sehen ist. Auf Basis des ganzjährigen Kommunikationskonzeptes MISSION FARBE wurde die Grundidee erarbeitet und mit allen Bereichen und Marketingmaßnahmen vernetzt.

Der Dreh für die Weihnachtskampagne fand in den Anden (Chile) statt, denn wenn man im August eine echte Schneelandschaft braucht, muss man schon in der Ferne suchen. Die massiven, beeindruckenden Berge vor knallblauem Himmel und endloser Schneelandschaft sorgten für Gänsehaut-Momente bei allen Beteiligten und eine so modische und bunte Truppe an Skifahrerinnen haben die Chilenischen Anden sicher noch nicht erlebt;-)

Kurz vorher: Schnee! Dieses Element bestimmt beinahe alles: Schon im Vorfeld zeigt uns die Natur, dass auch perfekte Planung und Vorbereitung nicht alles ist. Einige Möbel stecken samt Laster im Neuschnee fest und es war nicht klar, ob sie pünktlich zum Dreh das Set erreichen … Auch unsere Anfahrt zur Location mit unzähligen Serpentinen, gerade mal 10m Sichtweite und Schnee macht uns nervös. Die Anspannung ist hoch – so lange hat man auf diese Tage hin gearbeitet … Eigentlich steht man permanent unter Strom. Viele Fragen gehen uns durch den Kopf: Funktioniert die Technik? Sind die Models gut drauf? Spielt das Wetter mit? Und so weiter und so fort… Auf allen liegt eine hohe Verantwortung und man hat natürlich auch einen hohen Anspruch an sich selbst und an das Ergebnis. Zudem ist man meist in einer anderen Zeitzone und bekommt dadurch wenig guten Schlaf. Aber zum Glück hat man so viel Adrenalin im Blut, das macht wach und konzentriert.

Drehbeginn - der Himmel reißt auf und legt wunderschöne, verschneite Berge frei. Himmel und Location sehen einfach fantastisch aus und alle sind bester Laune, dass es unter idealen Bedingungen losgehen kann. Die Setbauer haben einen tollen Job geleistet und aus einer Berghütte eine großartige OTTO-Wohnung erschaffen und liebevoll dekoriert – alle Möbel sind doch noch angekommen! Man würde es sich am liebsten gleich auf dem lila Sofa gemütlich machen – aber das steht leider nicht auf dem Programm – ein harter und langer Tag liegt vor uns allen. Das erste Model bekommt ein letztes Finish in der Maske, ihr schönes, knallrotes Outfit wird noch einmal abgenickt und schon steht sie im Set und die erste Klappe fällt.

Hinter einem Filmdreh steht meist eine große Crew und 50 Leute sind schnell zusammen – bei dem aktuellen Spot waren alleine über 30 Models am Set. Dazu kommen Verantwortliche aus Produktionsfirma, der Werbeagentur, von OTTO, der Regisseur mit Kameramann, Styling/Haare-Make-Up und viele mehr… Da wir sogenannte Multimediaproduktionen haben, sind immer mehrere Teams eingebunden – neben der TV-Produktion gibt es also auch ein Team für spezielle Online-Szenen und die Foto-Produktion für die Anzeigen.

Eine Szene nach der anderen wird erfolgreich gedreht – mit Snowcats bewegt sich die Crew von einem Drehort zum nächsten. Tolle Bilder prägen sich im Kopf ein: Die MISSION FARBE-Flagge weht auf 3.000m Höhe, bunt gekleidete Models bilden einen tollen Kontrast zum Schnee, die farbigen Bänder leuchten nur so in der Winterlandschaft. Und der 4m hohe MISSION FARBE-Baum verbreitet mitten im August erste Weihnachtsgefühle.

Die Luft ist klirrend kalt, aber die Sonne hat eine enorme Kraft, LSF 30 ist Pflicht … Am Ende des Tages spüren alle die Kälte in den Knochen – und vor allem in den Füßen.

Zweiter Drehtag: Eine Szene nach der anderen können wir aus dem sogenannten Shootingboard (=Drehablaufplan) streichen und kommen so dem Ziel immer näher. Für die südamerikanischen Models ist es auch etwas Besonderes, einen europäischen Weihnachtsfilm zu drehen, denn den Brauch des geschmückten Tannenbaums kennen sie natürlich nicht.
Heute steht auch der Einsatz für die speziell gecasteten Skifahrerinnen an – sie haben die abenteuerliche Aufgabe, eine schwarze Piste herunterzufahren. Absolut beeindruckend und souverän fahren sie in den MISSION FARBE-Outfits durch schönsten Pulverschnee auf den Weihnachtsbaum zu. So modische und bunte Skifahrerinnen haben die Chilenischen Anden wohl noch nicht erlebt …

Am dritten Drehtag entstehen nochmal besonders schöne Szenen für die Onlinewerbung – da OTTO hier sehr innovativ auftritt, ist es immer wichtig, auch qualitativ hochwertige und spezielle Inhalte zu produzieren. Eine Schneeballschlacht, ein Catwalk auf einem Schnee-Laufsteg und viele andere Highlights haben den Models besonderen Spaß gemacht – und das Ergebnis ist eine besonders aufmerksamkeitsstarke Werbung im Internet. Wenn Ihr den ein oder anderen Banner entdeckt, einfach mal ausprobieren – es gibt immer etwas zu entdecken.

Am letzten Tag findet das Shooting für die Anzeige statt – nach mittlerweile drei kalten und auch anstrengenden Tagen brauchen die Models nochmal frische Motivation – aber diese liefert das ganze Team und allen voran der aus Germanys Next Top Model bekannte Fotograf Christian Schuller frei Haus. Er feuert die Models richtig an und holt wirklich nochmal alles aus ihnen heraus – im Ergebnis strahlen sie auf der Anzeige um die Wette und man sieht keiner die Erschöpfung an.

Mit dem Ende der Produktion ziehen plötzlich erste Wolken am Himmel auf – uns allen fällt nicht nur ein Stein, sondern die ganze Bergwelt vom Herzen! Denn die mit Neuschnee gefüllten Wolken hätten wirklich keine Sekunde früher kommen dürfen!!

Jetzt ist der Film fertig! Ihn das erste Mal anzugucken, löst bei mir ganz verschiedene Gefühle aus – natürlich bin ich aufgeregt und angespannt, ich hoffe, dass er allen gut gefällt. Erstaunlicher Weise kann man sich gar nicht mehr richtig vorstellen, dass man selbst vor Ort gewesen ist, wenn man im Studio den Film mit hinterlegter Musik auf einem Bildschirm sieht. Die Kampagne dann das erste Mal im Fernsehen, im Internet oder in den Modezeitungen zu sehen, ist schon ein toller Moment! Und natürlich denkt man dabei dann an die Zeit vor Ort.

Unsere schönsten Momente des Drehs waren rückblickend die ersten und die letzten Sekunden – der erste Eindruck über alles, was man vorfindet und auch die letzten Sekunden, wenn sich das ganze Team umarmt und zu dem tollen Job gratuliert. Speziell in Chile gab es durch die Kulisse viele Gänsehaut-Momente – die massiven und beeindruckenden Berge vor dem knallblauen Himmel haben schon alle fasziniert und nicht nur wegen der herrschenden Kälte einen Schauer über den Rücken gejagt …

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Fotograf Christian Schuller bei der Arbeit.

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Die MISSION FARBE Flagge weht in 3.000m Höhe.

7 Kommentare
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  1. ankito

    Ist immer erstaunlich wieviel Aufwand hinter so einer Produktion steckt. Und dann kommen da nur ein paar Minütchen Film raus.

  2. Jujio

    Ein toller Beitrag! Das Video ist super geworden, aber auch ich hätte nie gedacht dass so ein großer Aufwand dahinter steckt.
    Das Konzept Mission Farbe finde ich übrigens sehr gelungen. Erinnert mich ganz leicht an Benetton, wenn ich das hier erwähnen darf;)

  3. Ingo

    Kein schlechter Job, den du da hast Anja! Wie oft bist du denn im Jahr auf solchen Reisen unterwegs?

  4. kathi aus München

    Besonders witzig ist das Bild wo sich Christian Schuller ein Loch im Schnee “gebuddelt” hat.
    Was tut man nicht alles für die perfekte Perspektive?
    Toller Beitrag – schön mal zu lesen wie soetwas von statten geht!
    Ich werde den Spot nun mit ganz anderen Augen sehen nachdem ich die Arbeit, welche dahinter steckt kenne!
    schön :)

  5. anja

    das „schneeloch-motiv“ des Fotografen ist auch mein lieblingsbild. und, hach, alle models sehen auch hinter der kamera so absolut strahlend und fantastisch aus, da kann man glatt neidisch werden …

  6. Sara

    Ski foan, Ski foan, Ski foan – kann sooooo schön sein! Ich hätte den Dreh gern live gesehen! Neid ;)

  7. A. Müller

    Danke für die Kommentare zu meinem Artikel – ich freue mich, dass das Thema interessant war.
    Wir haben zwischen 2 und 3 Kampagnen im Jahr, Ingo. Gerne berichte ich an anderer Stelle mal wieder.
    Noch ein kleines Geheimnis: so richtig viel konnte sich ein Teil der Crew unter dem Schnee im Vorfeld nicht vorstellen. Wir mussten vielen mit warmen Klamotten aushelfen – sonst wäre es z.B. in dem Schneeloch des Fotografen unerträglich kalt geworden :-)
    Das Bild mag ich übrigens auch gerne – ich bin auch mal darin verschwunden um zu sehen, wie sich die Perspektive verändert.

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