
Nachdem ich im November von dem spannenden Dreh in den Anden von Chile berichtet habe, schreibe ich jetzt ein paar Zeilen vom Aufenthalt in Buenos Aires, wo wir den neuen mytrend-Film gedreht haben, der jetzt auf vielen Kanälen und im Internet zu sehen ist. Eines schon vorweg: das Stichwort zu diesem Dreh heißt „Multimediaproduktion“.
Multimediaproduktion – das klingt recht unspektakulär bedeutet aber für alle Beteiligten ein ganz neues Denken und Arbeiten. Angefangen bei der Agentur, die alles von Anfang an für alle Werbekanäle durchdenken muss bis hin zum Kameramann, der direkt am Set jedes Bild so einzufangen hat, dass es sowohl im 16:9 Format als auch z.B. in einem Skyscraper Banner funktioniert. Zum Einsatz kommt diesmal eine kinofähige HD-Kamera, die eigentlich nur im Studio eingesetzt wird. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt, also wagen wir es richtig und nehmen diese Kamera mit nach Südamerika. Sie wird dort z.B. in einem fahrenden Auto direkt „on location“ eingesetzt. Die Aussage „Ihr müsst verrückt sein“ irritierte uns nur kurz und spornte uns dann eher an, etwas wirklich Neues zu wagen.
Oben und hier unten eine kleine Making of-Montage und ein Backstage-Video.

Die Erwartungen und somit die Anspannung ist bei einem solch komplexen Dreh entsprechend hoch – im Kopf geht man noch mal die ganze Checkliste durch: Haben wir an alles gedacht, läuft alles reibungslos, ist die Kamera gut in Argentinien angekommen usw. Vorteil: Mit ausreichend Adrenalin merkt man den Zeitunterschied gar nicht und steckt die Müdigkeit schnell weg!
Drehbeginn – mitten in der Stadt haben wir einen relativ großen Abschnitt gesperrt und die Setbauer haben mit viel Liebe zum Detail alles präpariert: Hier noch ein paar grüne Äste mehr, da ein Zebrastreifen, noch schnell eine kleine Pfütze am Bordstein. Und dann kann es losgehen. Die Models sitzen schon in der Maske und werden für ihren Einsatz fertig gemacht. Regisseur, Kameramann und unser Online-Spezialist beraten sich noch einmal und dann fällt auch schon der Startschuss. Wir drehen in Slow Motion, da so der „DAS IST ES!-Moment“, der ja eigentlich nur Bruchteile von Sekunden dauert, in die Länge gezogen werden kann und eine schöne Intensität erhält.
Die Models machen einen tollen Job – im Prinzip müssen sie die ganze Zeit ein und dieselbe Sekunde darstellen, denn der ganze Film zeigt eine einzige Momentaufnahme: In der Stadt begegnen sich 4 Frauen, die sich nicht kennen. Jede entdeckt an der anderen ihr „DAS IST ES!“-Teil für den Frühling: ein romantisches Kleid, glamouröse Sandaletten oder eine hochwertige Shopping-Tasche. Diese Situation wird aus verschiedenen Perspektiven gezeigt. Damit es nicht zu Anschlussfehlern kommt, müssen sich alle besonders gut konzentrieren: Befindet sich der Armreif auf der gleichen Seite wir vorher, liegen die Haare wieder exakt so wie zuvor, läuft das Model mit dem gleichen Fuß los und so weiter.
Zweiter Drehtag: Am zweiten Tag drehen wir an einer zweiten Location, was man im Film natürlich nicht sehen soll. So muss einiges nachgebaut werden – der U-Bahneingang und der Zebrastreifen werden z.B. vom Setbauer einfach „kopiert“ und schon denkt man, der ganze Film wurde an einer einzigen Location gedreht. Besonders gut gelöst ist das Café – das Model sitzt nur hinter einer Glasscheibe; das Café existiert gar nicht. Schaut mal genau hin!
Auf otto.de oder auf YouTube könnt Ihr Euch das Ergebnis anschauen und selbst Teil der Szenerie werden! Ihr bestimmt, aus welcher Perspektive ihr die Models ansehen wollt. Mit wenigen Klicks navigiert Ihr so selbst durch den Film. Viel Spaß dabei!
Übrigens: Habt Ihr schon Euer Highlight für den Frühling entdeckt? Für mich ist es der lässige Hippie-Look. Mit den schönen Kleidern kann man sich einfach nur auf den Frühling freuen.
Noch ein Tipp: Auf buntelife.de gibt’s von Charlotte Karlinder und weiteren Stars regelmäßig Mode-Tipps und Lifestyle-Themen. Und ein Special zum aktuellen mytrend-Katalog könnt ihr dort auch sehen.
Einen schönen Frühling mit vielen „DAS IST ES!“-Momenten wünscht Euch
Anja

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bin ein bisschen enttäuscht von dem multimediaspot. das habe ich mir nach deinen beschreibungen toller vorgestellt. ist ein bissel langsam, oder?
Da wäre ich gern dabei! Wie gerne würde ich Heidelberg (obwohl ich die Stadt ja liebe) gerade gegen Buenos Aires eintauschen…
Schon recht professionell gemacht, aber ein bisschen hat larissa recht …
Der Soundtrack des Films ist schön. Was ist denn das?
@Beatrix
Schön, dass Dir der Soundtrack gefällt – es gibt jedoch keinen richtigen Titel zu dem Song, da dieser speziell für den Film komponiert wurde. Bei uns läuft der Song unter “Candy Girl”. Zu kaufen gibt es ihn aber leider nicht.
@Larissa/Franzi
Ja, der Film ist langsam, aber das ist Bestandteil des Konzeptes. Das Besondere hierbei ist, dass die Slow Motion den Moment des Entdeckens in die Länge zieht und ihm so maximale Intensität verleiht.
Wünsche Euch ein sonniges Wochenende
Anja