Mrs. Flashdance wird 50!

Alle, alle haben sich in sie verliebt im Sommer 1983, das jedenfalls behaupten die, die damals bereits im Kinoalter waren. Die Rede ist von Alexandra, kurz Alex, einer 18-jährigen Schweißerin, die nachts in einer Bar tanzt und davon träumt Ballett zu studieren. Gespielt wurde die rehäugige Alex mit den schwarzen Wuschellocken von Jennifer Beals, die heute ihren 50. feiert. Happy Birthday, Jen! Dass auch Mädchen hingerissen waren vom Alex-Style – derbe Boots, hautenge Leggins, Oversize-Pullis und Parka, alles gerade wieder mal schwer en vogue – kann ich auch beim DVD-Gucken dreißig Jahre nach der Filmpremiere total nachvollziehen: Alex hat ihren eigenen Sturkopf, ist frech und wild und zeigt ihrem schwerverliebten Chef erst einmal die kalte Schulter. Recht hat sie, denn welches Mädel will schon den Boss im Bett haben?

Flashdance

Flashdance: Jennifer Beals als Alex in ihrer richtig schön speckigen Schweißerjacke © Getty Images/Moviepix

Es ist natürlich Fluch und Segen zugleich, ein Teenie-Star gewesen zu sein. Jennifer Beals konnte seither machen, was sie wollte: Das Image des süß-romantischen Flashdance-Wirbelwinds ist sie bis heute nicht losgeworden. Dabei beendete die Tochter eines afro-amerikanischen Supermarkt- besitzers und einer weißen Lehrerin irischer Abstammung nach dem Flashdance-Hype ordungsgemäß und mit Auszeichnung ihr Literaturstudium an der Eliteuni Yale. Ein rumhopsendes Naivchen hätte das wohl kaum geschafft. Beals hat in zahllosen Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt, die spektakulärste war wohl „The L Word – Wenn Frauen Frauen lieben“, eine Lesben-Soap in 70 Folgen. Lohnt sich übrigens, da mal reinzuschauen.

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Sie flasht immer noch: Jennifer Beals im September 2013 auf dem Filmfest in Toronto © Getty Images

Mit Quentin Tarantino soll Beals ja eng befreundet sein und der wiederum gilt spätestens seit „Pulp Fiction“, mit dem er John Travolta zu zweitem Ruhm verhalf, als Wiederentdecker leicht in Vergessenheit geratener Stars. Es wär doch zu toll, wenn der mal einen Film mit seiner Freundin anpacken würde. Und den Titel Hab’ ich auch schon: Trashdance! Eine wilde Tanzfilmparodie.

Am 9. November 2013 fand übrigens die deutschsprachige Uraufführung von „Flashdance – das Musical“ statt. Man hat also die Chance, das ganze hautnah zu erleben. Ich werde sie nicht ergreifen, denn ich kann mir die Ballettträumerei ohne die echte Alex, also Jennifer Beals, einfach nicht vorstellen. Schmeiße also statt Musical lieber den immer noch tollen Soundtrack ein und wirbel mich durch die Wohnung: What a feeling!

Hier ein typisches Alex-Styling für Euch:

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  1. DJ München

    Mensch, das waren ja noch Zeiten. Ein wirklich schöner Artikel. Hat mir die Zeit versüßt. :-)

  2. jason

    Wie toll, dass Ihr an sie erinnert und sie sieht noch immer umwerfend aus :-))

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