
Luis Vuitton-Anzeige im aktuellen ZEIT-Magazin Nr. 36 vom 2.9.2010
„Wohin geht die Mode?“, fragt die ZEIT in ihrem gestern erschienenen Magazin. Klar, dass ich mir das Heft besorgt habe, denn wer will nicht wissen, wo es klamottentechnisch hingeht? Ein wenig überrascht war ich dann von den Anzeigen, die immerhin für die aktuellen Kollektionen der großen Modehäuser werben. Vuitton, Lezard und andere setzen konsequent auf Rückschau, und zwar in die 50er und 60er! Klar werden die alten Styles mit Leder (Vuitton) und smarten Schnitten (Lezard) aufgepeppt, aber dem Retro-Look wird nichts wesentlich Neues hinzugefügt.

René Lezard-Anzeige im aktuellen ZEIT-Magazin Nr. 36 vom 2.9.2010
Beim weiteren Durchblättern des Magazins war ich noch überraschter darüber, dass sich bei der ZEIT wohl niemand zu fragen scheint, wie man modisch sein kann ohne reich zu sein. Oder wie kommt es, dass die in dem Reise-Produktteil präsentierten Taschen, Schuhe, Bademäntel etc. allesamt das Budget jedes Normaloverdieners – auch jedes ZEIT-Redakteurs – weit überschreiten?
Dabei ist doch interessant, dass viele Stylisten und Modemacher, u.a. Mads Roennborg und Karl Lagerfeld, ganz offen sagen, dass sie sich in ihren Entwürfen von den kreativen, jungen Leuten auf der Staße inspirieren lassen. Und die haben in der Regel wenig Geld – und machen richtig was draus. Deshalb mein Fazit an die ZEIT-Redakteure:
Mehr Demokratie wagen – auch in der Mode!
Wer jetzt Lust drauf hat, sich ohne 10.000-Euro-Budget in die ja wohl angesagten Looks der 50ties und 60ties zu hüllen, für den habe ich ein paar Vorschläge…
Die 50ties, wie man sie 2010 tragen sollte

1. Corsage, APART, 2. Rock, APART, 3. Pumps, APART, 4. Handschuhe, 5. Handtasche, Forty degrees
Die 60ties, wie man sie 2010 tragen sollte

1. Zipfelstrickjacke, Laura Scott, 2. Top, Laura Scott, 3. Jerseyhose,
4. Kniestrümpfe, Rogo, 5. Pumps, 6. Kopfhörer, Streetlife
6
Sehr smart! Muss mir die Zeit wohl heute auch mal wieder besorgen…
die 50er kombi ist sehr cool, fehlt nur noch der petticoat
Ich wünschte ich hätte in den 50er gelebt, die Mode gehört zu meiner absoluten Lieblingsmode! Die Pumps MUSS ich übrigens haben;)
Danke René für die Vorschläge! Und ja es geht: man kann auch mit einem Outfit für unter 500 Euro klasse aussehen!
das top von laura scott hat es mir angetan! macht irgendwie laune mal wieder richtig tanzen zu gehen…
Dem Teil über das Budget kann ich nur zustimmen. Allerdings ist das bei den meisten Modezeitschriften so. Wer gibt für eine Handtasche oder ein paar Schuhe 800 Euro aus. Eine Herausforderung für jedes Blatt wäre doch, die Designermode günstig nachzusteilen z.B. bei H&M, Zara, Mango usw.
Der 60er Tipp ist ja nicht wirklich neu, aber die Klamotten sind klasse! So eine Strickjacke habe ich sogar schon
Habe das Magazin auch gelesen und mich über diese Pseudo-Eleganz geärgert, die die ZEIT andauernd mit ihren Anzeigen propagiert. Ich kann Dir da nur zustimmen: Die wenigsten Redakteuere können sich das leisten, was in den Anzeigen so präsentiert wird. Deshalb Daumen hoch für die Klamottenvorschläge, die nicht gleich das halbe Jahresgehalt sprengen
Ich finde den aktuellen Modetrend einfach nur wunderbar.Man entdeckt Klasse, Stil, Femininität und die alten Klassiker in der Garderobe.Schöne A-Silhouetten, die haben irgendwie immer noch Schwung/Pepp.
Schöner Beitrag! Ich sehe das genauso: Mehr Demokratie in der Mode könnte die Freiheitsbewegung des 21. Jhd werden!
der tellerlederrock von vuitton ist aber schon sehr cool. alle achtung. möchte lieber gar nicht wissen, was der kostet.
ist das julianne moore oben in der mitte in der ersten Anzeige? sieht ihr verdammt ähnlich…
Das ist so schön, dass die “alte” Mode wieder kommt. Aber wie auch schon gesagt, ich finde es ebenfalls schade, dass nur wenig Neues hinzugekommen ist.
Aber vielleicht kommt das in der nächsten Saison. Obwohl das jetzt auch total schön ist. *___*
wie schön, ich find revivals immer klasse, egal ob in der musik, der kunst, der literatur oder eben auch in der mode. und korsagen sehen einfach immer toll aus und betonen in herrlicher weise die weiblichkeit – das wusste man eben auch schon damals
Auch ich schließe mich dem Wunsch an, daß die jungen Leute mehr Beachtung finden.
Um über “Wohin geht die Mode” – schreiben zu können, muß ich wenigstens in Düsseldorf auf der Modeparty “New Faces” gewesen sein und mich in Köln, Berlin, Hamburg, Magdeburg und München umgeschaut haben.
Die wahren Macher, die die Initialzündungen in der Mode vorgeben, sind nicht in den sogn. großen Häusern zu finden. Das sind doch die jungen Wilden – und jene, die unter Einsatz ihres gesamten Vermögens eine kleine Spalte in der Modebranche zu öffnen riskieren.
Effi
Louis Viutton meine Liebling sache,und ich will mehr sehen von neuer Kolection bei Euch Blog.
LG.