Nicht immer bekomme ich so originelle Antworten, wenn ich Stilfragen stelle, wie die New Yorker im Look Book geben: „Ich sehe einen Tag aus wie ein Roboter, den nächsten wie ein Cowboy. Und immer wie ein Depp.“ Oder: „Ich liebe Sachen, die erst hässlich sind, und erst mit der Zeit schön werden.“ Oder: „Mein Stil ist ein bisschen „Mama trinkt“.” Und: „Ich trage extra Kleider, die so aussehen als wären sie eingelaufen.“ Nirgends kann man die New Yorker aus der Ferne besser kennenlernen als im Look Book. Die Autoren Jake Chessum und Amy Larocca stellen alte, junge, dicke und dünne Charaktere vor – je eigener, desto besser. Ein Mann im Puma-Trainingsanzug repräsentiert die berühmte New Yorker Selbstgerechtheit, indem er frech behauptet, dass sein Anzug von Armani sei, obwohl groß Puma drauf steht.


Braune Daunenjacke, weißes Träger-Top, schwarze Kapuzenjacke, rosa Rock, Convers-Turnschuhe, Ringelleggins, Ledergürtel
Ich habe mich immer gefragt, wie die Kolumne entsteht. Ob die Passanten draußen angesprochen und dann zum Fotografieren ins Studio gebeten werden. Weil das Licht so perfekt gesetzt ist, und man die Straße nicht sieht. Dafür aber ist der Ausdruck der Passanten zu authentisch. Sie sehen so frisch ertappt aus. Die Lösung des Rätsels ist im Buch abgebildet: ein kleines Straßenstudio, bestehend aus einer weißen Leinwand, einer Moderedakteurin (Amy Larocca) und einem Fotografen (Jake Chessum). Die leider nie vorher sagen, wo sie sich auf die Lauer legen. Sonst würde sich womöglich eine Schlange um mehrere Häuserblöcke bilden. Im New Yorker Look Book abgebildet zu sein, heißt schließlich das Matterhorn des Styles erklommen zu haben. Nur so viel: An der Prince Street, oder an der Madison Avenue Höhe Centralpark waren sie schon.

Jeans Schlaghose, Kork-Sandalen, Leo-Mantel, schwarze Ledertasche
© Jake Chessum

Tasche, Sandaletten, Kleid, Armreif, Kette, Strohhut
© Jake Chessum

Rotes Kleid, schwarze Stiefeletten
Blazer, knielanger Rock, Tasche, Sonnenbrille, Pumps, Rollkragen-Pullover

Ich mag Kleider, die eine Geschichte erzählen. Die auf den zweiten Blick schöner sind, als auf den ersten. Wenn ich oben weit trage, dann unten eng, oder umgekehrt. Ich mag Mode, die mich findet. Sie darf weder zu glatt, noch zu angestrengt sein. Ich kombiniere Teile, die sich widersprechen und deshalb gut zusammenpassen: Kitsch und Klassik, Punk und Romantik, Jogginghose und Spitzenbluse. Und ihr? Was ist euer Style?
Mehr New Yorker Inspiration findet ihr hier.
0
Super Strümpfe!Die muss ich haben, wo gibts die?
Süß die Omi mit ihrer Puck-die-Fliege-Brille!
Herrliche Bilder – mal wieder! Am liebsten mag ich Dich im Pantherlook. Kommt die Mode nun etwa auch wieder?
ich glaube das Look Book ist der Inbegriff für die Verrücktheit der Amis!
Ich liebe die bunte Strumpfhose!!!!
Rosa Röckchen und Ringelstrümpfe … ist das toll. Ich will jetzt gleich nach New York und mir die Menschen dort ansehen.
Kay Goldberg, das Cover-Mädel, hat ihre bunten Strumpfhosen in der Vintage Boutique Hidden Treasures in Topanga in Kalifornien gekauft…vielleicht findet man ähnliche auf Ebay?
Mein Liebling ist die Omi. Die Omis in New York haben's echt raus. Mutigste Farbkombinationen und eine herrliche “Mir doch egal, ich kann sowas tragen.”-Einstellung. Herrlich.
Die Strümpfe gibt es doch in der Art auch schon lange bei uns, nur leider werden wir die es tragen immer schief angeguckt. Was mich daran aber nicht stört diese zu tragen, schade ist nur, dass Leute die es gerne tragen würden es aus diesem Grund nicht tun. Also mehr Selbstvertrauen bei der Kleiderauswahl und ab auf die Straßen.