„Ich bin eine Sammlerin von Menschen und Dingen. Eine Enthusiastin,“ sagt Kim Hastreiter, die Chefredakteurin und Herausgeberin des Paper Magazins. Seitdem ich sie interviewt habe, bin ich erstaunt, dass PAPER nicht AMAZING FRIENDS heißt.
Du bist seit 15 Jahren bei „Paper“. Hat Dich Dein Job je gelangweilt?
Nicht eine Sekunde! Ich liebe meine Arbeit so sehr, dass ich immer froh bin, wenn das Wochenende vorbei ist und ich am nächsten Tag wieder ins Büro gehen darf. Jeden Tag treffe ich wundervolle Menschen und erlebe fantastische Überraschungen.
Du kennst Gott und die Welt in New York. Man sagt Dir sogar nach, Du würdest Menschen sammeln.
Seit gestern stelle ich sie sogar aus. Meine Ausstellung habe ich „My Amazing Friends“ genannt. Ganz einfach, weil ich amazing friends habe, die alle tolle Sachen machen. Das Sammeln läuft nach einem ganz einfachen Prinzip: Die wundervollen, schlauen, kreativen, großzügigen, speziellen Leute allen Alters und mit allen möglichen Talenten nehme ich in meinem Freundeskreis auf – die Arschlöcher sind ausgeschlossen.
Wie lernst Du die Guten kennen?
Sobald ich etwas sehe, das mich umhaut, will ich den Macher unbedingt kennen lernen. Es kann sogar vorkommen, dass ich vor lauter Begeisterung jemanden verfolge. Weil ich mehr über den Geist wissen will, der solch wundervolles Werk geschaffen hat.
Sind die Künstler, Designer und Filmemacher dann als Personen so interessant, wie das, was sie kreieren?
Normalerweise sind die Leute, die fantastische Sachen leisten, auch fantastische Menschen. Etwas Spezielles muss schließlich von etwas Speziellem kommen.
Du hast eine gute Spürnase! Wer ist der nächste Star am Modehimmel?
Ich habe gestern Abend mit den Designern „threeASFOUR“ zu Abend gegessen, die ich sehr bewundere. Sie haben mir diese reizenden Kids vorgestellt, die Schmuck aus Legosteinen machen. Ich werde über sie schreiben, sie sind großartig. (Anmerkung der Redaktion: Dee und Ricky, vorgestellt auf Two for Fashion bei der Fall Fashionweek NY).
Die Designer von threeASFOUR nennen Dich Mama Kim, gefällt Dir die Mutter-Rolle?
Ich bin auch die Mutter aller Angestellten im Paper-Büro. Ich mag viele junge talentierte Kreative und versuche, ihnen bei ihrer Karriere zu helfen. Deshalb sehen sie in mir die Mutterfigur.
Was muss ich tun, damit Du mich auf eine Deiner sagenumwobenen Dinner-Partys einlädst?
Einer meiner fantastischen Freunde sein. (Anmerkung der Redaktion: Also erst etwas Fantastisches entwerfen). Ich mache die Dinner-Partys, damit sich meine Freunde kennen lernen und vielleicht zusammen arbeiten.
Wie würdest Du Deinen eigenen Mode-Stil bezeichnen? Und woher stammt Dein Markenzeichen, die tolle rote Hornbrille?
Ich trage nie Hosen, sondern immer eine „Rock-Leinen-Uniform“, die an chinesische Mao-Anzüge angelehnt ist. Ich besitze den gleichen Schnitt in Millionen von unterschiedlichen Farben. Dazu trage ich Nike-Turnschuhe und Ohrringe von meinem Freund Ted Muehlings. Die gleiche rote Brille besitze ich sechs Mal. Robert Marc hat sie extra für mich in seinem Studio angefertigt.

Eine dieser sechs Brillen liegt nun bis Ende Juli im Schaufenster bei Partners & Spade (40 Great Jones Street) und bewacht die Werke von Kims Freunden. Ich habe die Ausstellung besucht und darüber geschmunzelt, dass auf den Namens-Schildern auch die Jahrgänge der Freundschaften vermerkt sind.


Von diesen Ohrringen ihres ältesten Freundes Ted Muehlings besitzt Kim über hundert Paare.

Hunde-Halsband von threeASFOUR.

Halskette von threeASFOUR.
Tasche von threeASFOUR.
Laptop-Tasche von Krink.
John Waters schminkte und frisierte Barbies so, dass sie aussehen, als hätten sie zu viel gefeiert. Und lässt sie mit ihren verschmierten Balken um die Augen und den wilden Frisuren düster von Tellern blicken.
Ist mir die Illustration von Ruben Toledo 500 Dollar wert? Oder das Schal-Kleid von seiner Frau Isabel?
Da Kim und ich viel gemeinsam haben – über Kunst und Mode schreiben, Freude haben, die tolle Sachen machen und Dinner Partys schmeißen, damit diese sich kennen lernen – wollte ich wissen, wie mir Kims Brille steht. Und habe sie mir schnell ins Gesicht „gephotoshopt.“













Hätte zu gern so einen Barbie-Teller von John Waters!
ich will auch eine einladung zu einer ihrer partys!!!
Die goldene Tasche ist ein Traum! Ich suche eine goldene – zu weißer Jeans und goldenen Ballerinas. Bisher muss mein Lieblingsstück aus braunem leder herhalten… Könnt ihr die nicht verlosen???
Witziges Foto von dir! Ich hab dich auf den ersten Blick gar nicht erkannt – und ich bin weiß Gott nicht das erste Mal auf eurem Blog