
© Maria Karas/Ilva
Bei Models bin ich patriotischer als beim Fußball, wo mir meistens schnuppe ist, wer gewinnt. Wenn eine Deutsche auf dem Weg nach ganz oben ist – und zwar nicht bei Germany’s Next Topmodel – freue ich mich. Und beobachte neugierig ihre Karriere. So bin ich Fan von der rothaarigen Hamburgerin Ilva Heitmann, seit ich sie zum ersten Mal bei den S/S 2011 Schauen in New York bei Marc Jacobs und Altuzarra gesehen habe. Und freue mich, dass mir die 21-Jährige zehn Fragen beantwortet hat.
1. Wann hast Du Dir zum ersten Mal gedacht, Du könntest Model werden?
Nachdem ich mit 16 Jahren beim Shoppen von meinem Booker Yannis Nikolaou darauf angesprochen wurde. Allerdings war ich mir damals noch sehr unsicher, ob ich es überhaupt probieren sollte und ob ich in diese Welt hineinpassen würde. Und habe erst nach einem Jahr bei seiner Agentur Place Models unterschrieben.

© Maria Karas/Ilva
2. Woran denkst Du, wenn Du über den Laufsteg läufst und alle Augen auf Dich gerichtet sind?Â
Ich bin wie hypnotisiert, denke an gar nichts wirklich, sondern laufe einfach. Ich bin dann in einem anderen Seinszustand.
3. Woran denkst Du, wenn der Fotograf beim Shooting sagt: Denk an was Schönes?Â
An einen schönen Sommertag in Hamburg.
4. Welche Pose funktioniert immer?
Nicht-Posen. Einfach nur so dastehen.

© Markus Pritzi
5. Ist es Dir schon mal passiert, dass ein Foto so mit Photoshop retuschiert war, dass Du Dich selber nicht mehr erkannt hast?
Ja, gar nicht selten. Auf Fotos wird man häufig sehr verfremdet oder anders dargestellt, als man sich selbst sieht. Auf den Bildern der Mac-Kampagne ist es mir so ergangen.

© Mac
6. Was ist Dein liebstes Foto von Dir oder Styling für ein Fotoshooting?
Ich mag das Editorial im Sleek Magazine sehr gern, das Markus Pritzi in Paris geschossen hat. Ich mag die Stimmung, die Klamotten und das leicht Komische der Bilder.

© Markus Pritzi
7. Was ist das Klischee über Models, das Dich am meisten aufregt?Â
Dass Models gut aussehen und nichts im Kopf haben.
8. Welcher Song, zu dem Du auf dem Laufsteg gelaufen bist, ging Dir danach lange nicht mehr aus dem Kopf?Â
Diverse Songs. Auf einer Show zu laufen, ist ein sehr intensives Erlebnis, weshalb mir häufig Melodien noch lange im Kopf bleiben. Wenn ich sie danach irgendwo wieder höre, erinnere ich mich zurück.
9. Inwiefern hat Modeln Deinen eigenen Stil und Deine Einstellung zur Mode beeinflusst? Â
Ich habe Kleidern vor dem Modeln nie eine so große Bedeutung zugeschrieben. Seit ich Model bin, habe ich gemerkt, dass Mode Spaß macht. Auf Shootings ist Mode allerdings häufig mehr Verkleiden und es ist interessant, zu beobachten, dass die meisten Leute am Set recht unstylisch und normal herumlaufen.


© Oliver Stalmans
10. Welche Karriere eines berühmten Models oder Ex-Models wünschst Du Dir selbst?
Ich vergleiche mich selten mit anderen Models, ich habe kein Idol. Ich sehe Modeln mehr als eine Chance, Erfahrungen zu sammeln und hoffe, dass ich diese für mein weiteres Leben nutzen kann.
DANKE FÜR DAS INTERVIEW!

© Maria Karas/Ilva

© Azzaro

© Thomas Lohr
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ein tolles beispiel fürs nicht-posen. das muss ich auch mal ausprobieren!
Absolut klasse Fotos! Das Gesicht ist auf jeden Fall sehr interessant und nicht so langweilig wie die üblichen Modells
find ich super, deinen patriotismus! ;-D
Ich finds immer wieder erstaunlich wie wandelbar manche Menschen sind! Auf manchen Fotos muss man echt zweimal hingucken um zu sehen, dass das wieder die gleiche Frau ist. Unglaublich. Und sie ist ja wirklich ein total spezieller Typ. Mutig, dass sie den Schritt zum Modeln gewagt hat. Und Gratulation, dass es sich bezahlt macht!
eine sehr ungewöhnliche schönheit, zauberhafte fotos
auf dem mac foto ist sie wirklich nicht wieder zu erkennen. was makeup aus menschen machen kann, wahnsinn!