Stricken und Verwenden von nachhaltigen Materialien ist schon lange in, doch der Kultstatus, den die handgemachten Werke des Schweizer Labels Ikou Tschüss genießen, ist neu. Los geht’s und Tschüss heißt Ikou Tschüss auf Japanisch und Deutsch. Los ging es diesen September nach New York, wo Guya Marini und Carmen D’Apollonio ihre erste Boutique am Centre Market Place eröffneten. Und wo ich mich von der Managerin Moni herumführen ließ.
Seit der Labelgründung 2006 tauchen in den Ikou-Tschüss-Designs ähnliche Elemente wie mit Woll-, Baumwoll-, oder Recycling-Schnur umhäkelte Kanten und farbenfrohe, heitere Strickmuster auf. Trotzdem wirkt jede Kollektion ästhetisch anders, jedes Lookbook entführt die Mode in eine neue, von einem Künstler inszenierte Welt.
Der Schweizer Künstler Urs Fischer, für den Carmen jahrelang assistierte, fotografierte die SS2011-Kollektion u. a. in seiner Einzelausstellung im New Museum. Und bespielte den hohen Raum mit für ihn typischen Trompe-L’Oeil-Mustern und -Tapeten. So tut die Umkleidekabine so als wäre sie noch im Bau, da an ihren Wänden Tapeten kleben, die mit einem unfertigen Rigips-Wandmotiv bedruckt sind. Die zeitgenössische Kunst taucht die traditionellen Strickwaren in ein neues Licht.
Guya Marini und Carmen D’Apollonio erhalten alte Handwerkstechniken mit zeitgenössischen Designs am Leben. Und entwerfen Kleider aus hochwertigen Materialien wie Kaschmir, Seide und Baby-Merino, die man vererben soll und nicht wegwerfen. Sie produzieren ihre Mode ausschließlich in der Schweiz, wo sie Großmütter beauftragen, die an einer Jacke aus handeingefärbten Peruanischen Kaschmir eine Woche lang stricken. Viele ihrer umhäkelten Foulards sind so schön (von Hand) bedruckt, dass ich sie mir am liebsten als Bild über mein Bett hängen würde.
Ikou Tschüss
8 Centre Market Place
New York, NY 10013
USA
UND
Ankerstraße 25
8004 Zürich
Switzerland
13







Das Print-Shirt mit dem Portrait ist klasse, passt ja gut zu deinem post vor ein paar tagen
LG
kleidung austragen und vererben. ein sehr cooler gedanke in zeiten der exhoppundwegwerfmode.
das sieht alles sehr schön stylisch und vor allem soo warm-muckelig aus, wahrscheinlich Kleidung mit Lieblingsteil-Potenzial
diese jacke, die im Video zu sehen ist, wäre so wunderbar für meinen Weihnachtsmarktbesuch, ich würde wunderbar aussehen und müsste bestimmt micht frieren
grins und staun – was für witzige Fotos! Soll das eine Zwiebel sein??
Wer hats erfunden? Die Schweizer natürlich. Scheinbar haben die noch ganz andere Talente als das Herstellen von Bonobons. Wenns nach mir ginge, dann könnten die ruhig mehr solcher Mode kreieren.
Die Inszenierung der Stücke ist herrlich mit den überdimensionalen Zwiebeln und den Hummern, voll nach meinem Geschmack