
Auf dem Weg zum Festivalgelände
Festivals sind nichts für Zartbesaitete. Das wusste ich von Besuchen bei Highfield, Rock am Ring und Melt! auch schon vor dem Southside 2011. Wie unbarmherzig das gemeine Wetter aber sein kann, habe ich am vergangenen Wochenende in Neuhausen ob Eck erfahren dürfen.


Leider kein Sandalenwetter
Die Planung meiner potenziellen Outfits hätte ich mir definitiv sparen können, denn sie ist leider nicht ganz aufgegangen. Shorts und Sandalen lassen sich einfach schlecht mit Sturm und Dauerregen vereinbaren.

Ein Pavillion lernt fliegen
Nachdem ich mir vor dem offziellen Festivalbeginng am Freitagvormittag noch einen Sonnenbrand geholt habe, musste am späten Nachmittag die Regenjacke ausgepackt werden. Und die habe ich dann auch bis Sonntagnacht nicht mehr ausgezogen. Die Kleiderwahl wurde ab sofort vom allgegenwärtigen Schlamm bestimmt. Umfunktionierte Müllsäcke und Gaffa-Tape in allen Variationen wurden zu den modischen Highlights des Southside 2011.

Funktionaler Camping-Streetstyle
Aber bei Festivals geht es ja sowieso nicht um die Klamotten, sondern um die Musik. Und die hat im Gegensatz zum Wetter nicht enttäuscht. Denn ebenso wie das in Plastik gehüllte Publikum ließen sich auch die Damen und Herren Musiker auf den vier Bühnen die Laune nicht von riesigen Regentropfen und peitschendem Wind verderben.

Bei „Portugal. The Man“
Mein Favoriten des Wochenendes waren Arcade Fire und Trentemøller. Erstere gehören schon lange zu meinen Lieblingsbands und haben mich mit einer perfekten Performance, sympathischer Ausstrahlung und unterhaltsamen Visuals begeistert. Trentemøller konnten sogar mich als Nicht-Elektro-Fan mit faszinierender Klanggewalt auf ihre elektronische Seite ziehen. Aber das Mega-Lineup hielt noch weitere Highlights bereit. Darwin Deez brachte uns mit amüsanten Tanzeinlagen und Enya-Einspielern in Stimmung. Arctic Monkeys hatten zum Glück genug Klassiker im Gepäck, um von ihren grauenhaften neuen Songs abzulenken.

Portishead
Portishead versetzten uns mit atmosphärischen Klängen in einen außerweltlichen Trance-Zustand. Converge und Comeback Kid, die ich vor einigen Jahren in meiner Hardcore-Phase zu meinen Lieblingsbands zählte, erinnerten mich daran, wie befreiend harte, schnelle Schrei-Musik sein kann.

Das bisschen Sonne genießen
Einerseits war das Southside 2011 eine körperliche Grenzerfahrung. Die Folgen von durchnässten Klamotten, extremem Schlafmangel, ausgedehnten Schlammbädern und einigen Stunden Sonneneinstrahlung bekomme ich gerade zu spüren. Das Fieber steht vor der Tür, die Halsschmerzen sind schon da und der Sonnenbrand verschwindet in Form von unschönen Hautschuppen langsam.
Trotzdem möchte ich keinen einzigen dreckigen, nassen Moment des Wochenendes missen. Denn dieses Euphoriegefühl, das mitreißende Live-Musik in Umgebung einer Hand voll Lieblingsmenschen auslösen kann, ist einfach das Allerbeste auf der ganzen Welt.

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Ich beneide dich so um Portishead!!!
Schnief..
Jaja, das Wetter! Aber es war trotzdem Mega! Mich ärgert nur, dass ich euch nie gesehen hab, denn wenn das Bild mit der roten Tasche an eurem Zeltplatz entstanden ist, dann waren wir fast Nachbarn! Viele Grüße und gute Erholung!
tandlerin, ja genau da haben wir gezeltet. schade, dass wir uns nicht gesehen haben! und danke
Sehr schöner Bericht. Ich wäre – trotz Regen – auch gerne da gewesen!
converge fand ich auch hammer!
War dabei und bin immer noch geflasht!!geil,dass ihr daraus ein fashionevent macht-ich hab fuer meine garderobe nur olle sache rausgesucht,aber mit extremen wohlfuehlfaktor.es lebe das festivalleben!!
die gaffaplasikmesserhauben werden nächstes jahr auf alen laufstegen zu sehen sein, wetten? festivalfreaks sind trendsetter.
jep, war n geiles festival. meine coolen klamotten sind übrigens auch im rucksack geblieben.