Veganer essen nicht nur kein Fleisch – wie Vegetarier -, sondern überhaupt nichts Tierisches. Damit sie nicht auf Tierhaut herumlaufen müssen, erfanden Designer vegane Schuhe ohne Leder und Wolle. Die nicht mit Plastikschuhen mit schönerem Namen zu verwechseln sind. Da Veganer mit der gesamten Umwelt freundlich umgehen, müssen ihre Schuhe von Faden bis Sohle aus biologisch abbaubaren Materialien bestehen: Naturkautschuk, Recyclingpapier, Leinen, Kunstleder oder eine Mischung aus Polyurethan und Polyester.

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Bewusst sah ich zum ersten Mal vegane Schuhe an den Füssen der Modebloggerin Julia Frakes, deren Designerin Stella McCartney wie die Trägerin kein Fleisch isst, und sich allgemein umweltfreundlich gibt. "Alles in meinem Laden und jedes einzelne Kleidungsstück ist Qual-frei, kein Tier musste dafür sterben.“ heißt es auf ihrer Webseite. Dafür kosten ihre Schuhe zwischen 700 bis 1600 Euro, was ich mir nicht leisten kann. Die veganen Schuhe von Cri de Coeur und olsen Haus wirken dagegen schon günstig.

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Auch Natalie Portman besitzt ein veganes Schuh-Label. “Unsere Schuhe sind mehr als gut konstruierte Kunstobjekte. Man kann mit ihnen in eine andere Welt laufen”, so Yaron Kopel, Mitgründer von Te Casan.

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In New York gibt es viele Veganer, veganes Essen und vegane Mode. In Hamburg ist die Bewegung zwar nicht ganz so gross, aber vorhanden. Ich habe der Schuhdesignerin Inga Thomas ein paar Fragen gestellt:

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Machst Du vegane Schuhe, weil Du Veganerin bist?

Inga Thomas: Ich bin seit ich 16 war Vegetarierin. Mittlerweile esse ich
aber fast keine tierischen Produkte mehr. Ich mag den Begriff vegan nicht,
und bezeichne meine Modellschuhe stattdessen als lederfrei oder tierschutzgemäß.

Was hast Du gegen den Begriff vegan?

Mit "vegan" assoziieren die meisten Menschen eine Antibewegung. Ich möchte nicht Schuhe gegen etwas herstellen, sondern für. Ich möchte das Augenmerk auf das Schöne, Vorteilhafte lenken und nicht auf das Beklemmende.

Gibt es Kunden, die Du mit deinen Schuhen auch zum tierfreien Essen verführst?

Ich biete in erster Linie schöne, hochwertige Schuhe an und freue mich, wenn sie grundsätzlich gefallen. Ungefähr 30 Prozent meiner Kunden sind ethisch orientiert. Ich persönlich glaube nicht an’s Missionieren. Aber es ist gut, wenn es Information gibt, die zum rechten Zeitpunkt auf nahrhaften Boden stößt.

Was ist anders bei der Herstellung von tierfreien Schuhen?

Viele meiner Imitate sind auf Textilbasis, das heißt ich habe es mit einer textilen Gewebestruktur zu tun. Eine harmonische Rundung in der Veränderung des Fadenlaufs zu schärfen ist schwieriger, als beim relativ homogenen Leder.

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Kommentare: (7)

  1. von Dita

    Besitze selbst ein Paar „IT“-Schuhe: Sie sehen nicht nur fantastisch aus sondern sind auch wahnsinnig bequem. Sehr zu empfehlen …

  2. von sara

    Mag ich nicht, wenn ich das mal so frei sagen darf!
    Ist das eigentlich die Blogparade? Freu mich über Antwort!

  3. von Mahret Mahret

    Hi Sara. Klar darfst Du Deine Meinung sagen! Muss ja nicht jeder alles mögen :D und ja, das ist ein Posting zur Green Glamour Blogparade. Was die anderen so bloggen findest Du übrigens hier.

  4. von Maide

    Sowohl das Interview als auch die Schuhmodelle finde ich sehr ansprechend.
    Bin lebe auch 3/4 vegan und fertige ebenso zu 90%
    vegane Produkte…Gamaschen :-)
    Es gibt ja auch schon sehr lange wunderschöne Handtaschen aus Kunstleder und überhaupt gibt es tolle
    Leder und Pelzimitate.
    Ich fühl mich den Tieren sehr verbunden und lehne
    ein töten aus ethischen Gründen ab.
    Liebe Grüße
    Maide

  5. Ich finde vegane Schuhe gut. Warum sollte man nicht vegane Schuhe sagen? Vegan = ohne Tierleid. Lederfrei heißt schließlich lange nicht, dass die Schuhe vegan sind. Und vegan ist ein Lebensstil und keine Antibewegung.

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