Alles, was Nexus unter den Stift kommt, malt er an: Brillen, Jeans, Taschen. Seit einem Jahr sitzt er am Broadway an einem Tisch mit seiner Graffiti-Ware und all den Zeitschriften, in denen Models die von ihm verzierten Sonnenbrillen auf der Nase tragen.
Er selbst steckt in einem „I love NY“ T-Shirt – Nexus ist ein echter New Yorker, stammt aus der Bronx und hat sein ganzes Leben dort verbracht. „Ich liebe NY immer noch“, sagt er. Jahrelang sprühte er Wände an, bevor er die Idee hatte, wie er seine Kunst vermarkten konnte: ein gefragtes Produkt mit Graffitis verzieren und so Massenware in Unikate verwandeln. So wird eine gewöhnliche Sonnenbrille zu einem echten Stück New York. Schließlich wurde die Graffiti-Bewegung in der Bronx geboren, als Straßenkünstler in den 60er Jahren die ersten Gebäude, U-Bahn-Waggons oder Lastwagen mit ihren Schriftzügen bemalten. Wie Stars ein Autogramm vergeben zeichnet Nexus für 20 Dollar seine knalligen Muster auf Brillen. Wenn ich ihm meine eigene Sonnenbrille anvertraue, zahle ich die Hälfte. Was war das Extremste, das er je angemalt hat? „Eine Frau wollte, dass ich ihren Hintern bemale. Da habe ich natürlich nicht Nein gesagt“, grinst er. „Woher kommst Du denn?“ fragt er mich. „Und was zum Teufel machst Du hier?“ Schräge Typen wie Dich treffen, antworte ich.

Nexus am Broadway zwischen Prince und Houston Street
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wow! diese Brillen sind ganz nach meinem Geschmack! Der pure Wahnsinn! Schade dass es in Deutschland keinen Nexus gibt
Ich glaub, ich mag solch bunte Brillen nicht… Keine Kritik, denn über Geschmack lässt sich ja nicht streiten. Aber nett, dass ihr über verschiedene mode-facetten schreibt!