Was wäre, wenn ich noch einmal 20 wäre, statt in Hamburg schon in New York leben würde und mich entschieden hätte, statt Industrial Design Modedesign zu studieren? Würde ich mich bei „Parsons, The New School for Design“ bewerben, oder beim „F.I.T, The Fashion Institute of Technology“? Auf der Suche nach einer Antwort habe ich am Sonntag die 11. Fusion Fashion Show besucht, einen jährlichen Wettbewerb zwischen den beiden Schulen. Es geht dabei um den Titel der besten Modedesignschule Amerikas. Je 15 Studenten, also insgesamt 30 Modedesigner, entwerfen je 5 Outfits und schicken darin ihre Mitstudenten über den Laufsteg. Eigentlich eine gute Gelegenheit, um sich in eine der beiden Schulen zu verlieben, dachte ich mir. © Musik: Ian Turner
Aber ich verliebte mich nicht. Stattdessen berührten mich Kollektionen auf beiden Seiten: Die verstrickten Wollanzüge des F.I.T. Studenten Darryl Cooks und die mit Ketten gebändigten Flatterroben von Parsons Studentin E’lan Byrd. So harmonierte mein Urteil nur was die Schichtenkollektion des F.I.T. Studenten Mackenzie Sam betraf mit dem der Jury. Ich hätte ihn allerdings nicht als 1. sondern als 3. Sieger nach meinen Favoriten gewählt.
Fotos © Fusion Fashion Show
Die meisten Punkte der Jury gingen an Mackenzie Sam (im Bild oben links) vom F.I.T und Nathan Green (im Bild oben rechts) von Parsons. Lobende Erwähnungen bekamen Danae McCarthy vom F.I.T (im Bild unten links) und Meghan Spielman von Parsons (im Bild unten rechts).

Gewinner-Outfit von Mackenzie Sam
Und was wäre nun, wenn ich noch mal 20 wäre und nicht in Antwerpen, sondern in New York Modedesign studieren wollte? Nun, die Royal Academy bleibt meine Lieblings-Modedesign-Schule.

Man sagt, dass am F.I.T mehr Wert auf Konstruktion gelegt wird als bei Parsons, dafür Parsons-Studenten die besseren Ideen haben. Beides konnte ich auf dem Laufsteg nicht sehen. Das F.I.T wirkt als Institution ingesamt traditioneller, obwohl Parsons 48 Jahre älter ist. Die Stimmung ist in beiden Schulen extrem kompetitiv. So sagte der Fusion-Gewinner des letzten Jahres, Marc Sebastian, im Interview mit der Taylored Society: „Es war gar nicht nur schön zu gewinnen. Danach waren alle schrecklich neidisch und fies.“
Dabei finde ich eigentlich, dass die Fusion Fashion Show eine gute Gelegenheit bietet, um die andere Schule zum Feind zu erklären und sich mit den eigenen Kollegen zu verbünden. Das machen die F.I.T-Studenten zur Feier ihres Gesamtsieges hoffentlich gerade.
Verstrickte Wolle von meinem F.I.T Favoriten Darryl Cook
Verkettete Entblößung von meiner Parsons Favoritin E’lan Byrd
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10.000 Dollar pro Semester?!?!?!?! Irgendwo hört es ja auch mal auf!
“was-wäre-wenn…” sind die quälenden Fragen, die den Kopf zum rauchen bringen. Das Gewinner-Outfit finde ich persönlich schrecklich! Sorry, aber da ist jeder Obdachloser besser angezogen.
wer viel lernen will der muss eben ein bisschen mehr zahlen;)
Warum hat Mackenzie Sam gewonnen? Mir fällt da nur das Wort Altkleidersammlung ein.
Für mich hat das nichts mit Mode zu tun.
Isi & Paul ihr habt recht. keine ahnung was er sich bei diesem outfit gedacht hat. mode sieht jedenfalls für mich anders aus.
die verkettete Entblößung ohne die Ketten, dann würde ich mich das Kleid sofort kaufen!
Der Gewinner-Entwurf ist aber wirklich gewöhnungsbedürftig! Was ist denn das an den Füßen?
booaaaahhh ey, was sind denn das für saftige studiengebühren? wer kann sich denn das leisten? wahnsinn.
@ Isi: Die Jury hat sich nicht für ihr Urteil gerechtfertigt..mir hat aber Sams Kollektion auch gut gefallen. Ich habe eine Schwäche für den Schichtenlook.
@Evi: So ist das eben in Amerika. Studieren ist teuer. Deshalb haben 50 Prozent der F.I.T. Studenten Stipendien. Oder eine Unterstützung wie Barfög, Geld, das sie später zurück zahlen müssen. Ich bin ganz froh, dass ich schon fertig bin mit dem Studieren, was die Gebühren betrifft
Die Verstrickte Wolle sieht aus wie ein Ganzkörperkondom … ich weiß nicht!
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03459.. He-he-he
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