
© Linus Morales
Wie schmeckt Chanel? Herzhaft? Und Dries van Noten? Ich mag seinen Stil so gern, dass ich ihn auch gern essen würde! Wie die Gäste seiner berühmten Frühling/Sommer-2005-Schau, die an einer unendlich langen Tafel unter majestätischen Kronleuchtern zum Festessen geladen waren, bevor die Teller für das Dessert abgeräumt wurden und die Models auf dem Tisch die Kollektion präsentierten.

© Massimo Gammacurta
Ich habe immer Hunger auf beides, Mode und Essen. Und beneide Blogger, deren Verhältnis zwischen diesen beiden Leidenschaften vollkommen ausgeglichen scheint. Ihre Outfits und Teller wirken nämlich täglich gleich lecker und verführerisch. Wenn ich dagegen alles esse, worauf ich Lust habe, passe ich nicht mehr in alles, das mir gefällt. Meine Sinne müssen sich also immer zwischen Fashion und Food entscheiden. Auch wenn ich es nie übertreibe wie Anna Dello Russo, die am Tag ungefähr zwei Tomaten isst, um in Couture-Roben der Model Size Zero zu passen.

© Cayenne
Eine Tasche aus Himbeeren oder Parmesan lässt mich über die Haltbarkeit von It-Items nachdenken. Ein Lutscher in Form des Louis-Vuitton-Logos oder eine Chanel-Wurst verschärfen die Annahme, dass viele Modefans mehr Lust auf die Luxus-Brands selbst haben als auf deren Kleider. Und ein Gürtel aus Nudeln erinnert mich an eine Zeit, in der ich Bilderrahmen mit Spaghetti gebastelt habe.

© Fulvio Bonavia
„Mode ist der gesündeste Ansporn, um Gewicht zu verlieren“, sagt Karl Lagerfeld, der mit der „Spoonlight Diet“ (Meeresfrüchte, Proteinpulver und Fisch) 41 Kilo abnahm. Die 50 Kilo Laufstegmodels kann er damit nicht meinen. Aber er selbst sieht heute besser aus als vor elf Jahren, auch wenn er immer die gleiche Uniform trägt.

© German Fashion Kitchen
Warum gibt es noch kein Chanel-Restaurant? Ich liebe Kochrezepte von Designern, wie Brennnessel-Risotto von Dorothee Schumacher. Und Designs, die Essen als Inspiration und nicht als Untertan wählen.

© Fulvio Bonavia

© Fulvio Bonavia

© R&E Praspaliauskas
Warum soll ich eigentlich nicht auf Broten laufen, wenn meine Füße weich im luftigen Teig gebettet sind? Und im Bustierkleid aus Auberginenscheiben von Sung Yeon Ju würde ich sogar heiraten. Vielleicht wäre ein Tag genau kurz genug für die Auberginen, um frisch zu bleiben.

© Sung Yeon Ju

© Sung Yeon Ju
Falls einem Sung Yeon Jus Kleider doch zu unpraktisch sind, dann bepflanzt man sich eben mit einem Limetten-, Orangen- und Zitronenbaum von Stella McCartney. Oder erfindet neue Pantone-Farben mit Früchten und Gemüse, die dann von Designern als neue Textilfarben entdeckt werden und am Ende auf dem Laufsteg landen. Und fast so gut schmecken wie meine Lasagne.
Kate Moss hat nur gesagt, dass „nichts so gut schmeckt, wie das Gefühl, dünn zu sein“, weil sie noch nicht bei mir zum Essen eingeladen war.

© Griottes

© Linda Lundgren

links © Rolf Heyne, rechts © Lambertz

© Gasworks
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ich finde auch das Essen eine wunderbare Inspiration für Mode liefert (wie man an deinen ausgewählten Beispielen sieht)! Ist mal was anderes
Bei den ganzen Bildern, bekommt man ja hunger. Und da sind wirklich ausgesprochen einfallsreiche Designs dabei, gefällt mir gut und lockt die meisten bestimmt an, die entworfenen Sachen zu kaufen, wenn Liebe auf den Magen schlägt, kann man den Sachen bestimmt nicht wiederstehen!
Super Beitrag!
was für tolle tolle bilder, kann mich gar nicht entscheiden was am tollsten ist….aber das auberginenkleid ist auf alle fälle traumhaft schön!!
Ihr überrascht einen aber echt immer wieder aufs neue. toller beitrag!!!!!
und zum auberginenkleid gleich die passenden ballerinas
lecker geschrieben, hihi
Was für ein toller Beitrag! Das Auberginenkleid ist total schön anzuchauen. Und die Brotpantoffeln – haha, made my day!
So gefällt mir Mode am besten!
haha WOW wenn das nicht geile Ideen sind!! Sehr inspirierend!