
„So jung kommen wir nicht mehr zusammen“ lautet ein Song von Tocotronic, den Headlinern, die am Sonntag wieder ein ausgezeichnetes Dockville beendeten. Nach diesem Motto genoss ich das Wochenende mit alten und neuen Freunden inmitten der Bühnen, Baumhäuser, Kunstobjekte und Tanzflächen.

Die Devise der Berliner Band Mittekill lautete: „Der Popo ist gewackelt, jetzt wird nicht mehr gefackelt!“ Also hörten wir auf diese Ansage und tanzten fast das ganze Wochenende durch, beobachteten die Sonnenuntergänge über der Elbe, pressten beim Lemonaid-Stand unsere eigene Limonade und entspannten uns auf kunstvoll arrangierten Heuballen. Das Dockville ist nicht nur ein Festival, sondern eine Art Parallelwelt, in der man sich mit Gleichgesinnten der Lebensfreude hingeben kann.

Gesehen und abgefeiert haben wir viele tolle Bands und DJs wie Friends aus Brooklyn, Metronomy, We Have Band und Hot Chip, die allesamt für einen ordentlichen Hüftschwung sorgten. Da man Musik aber leider nur hören kann, widme ich mich an dieser Stelle lieber den kreativen Festival-Outfits, die es dort zu bestaunen gab. Typisch fürs Dockville ist nämlich, dass das Publikum immer gut gelaunt und friedlich ist und Freude am Verkleiden hat. Hier treffen Blumenkronen, Glitzer-Make-up, kunstvoll zerschnittene T-Shirts und lässige Oldschool-Sneaker aufeinander.




Eins meiner persönlichen Highlights war das Konzert von Slow Club, die nicht nur mit ihren herzergreifenden Lyrics überzeugen, sondern auch ihre Instrumente extrem gut beherrschen und dadurch ein wunderschönes Live-Set ablegen. „Keep breathing, keep breathing. Find a scheme you believe in.“ Ein simpler Ratschlag, verpackt in einen tanzbaren Popsong. Etwas Besseres gibt es meiner Meinung nach kaum. Nach der Show bin ich dieser netten jungen Dame begegnet, die mich mit ihrem Glitzer-Regenbogen auf den Augen verzückte.

Dass Petrus in Hamburg immer unberechenbar ist, zeigte sich am Sonntag, der so daherkam, als ob die letzten tristen Wochen gar nicht existiert hätten. Die Sonne lachte uns ins Gesicht und sorgte dafür, dass mir in meinem schwarzen Outfit ganz schön warm wurde. Aber zu einem Festival gehört eben ein bisschen Rock’n'Roll, und darum musste auch die gute alte Lederjacke wieder raus.

Das am besten gekleidete Pärchen waren wohl mit Abstand Günther und Mechthild, die mit grandiosem Pelz aus Plastik überzeugten. Diese beiden traf ich Sonntagnacht beim heiß erwarteten Auftritt von Wohlwill, einem DJ-Team, das mit ihrer geschmackssicheren Mischung aus Indie, Pop und Elektro für einen perfekten Ausklang sorgte.


7
die regenbogenschminke ist superschön geworden, hätte bestimmt auch toll zu deinem schwarzen Outfit gepasst….
yeah, peace baby! war bestimmt ne ganze menge spass ^^
awwww *__* ich bin so neidisch! wär auch so gerne dagewesen! MAAAAN
mittekill fand ich auch BIG und deine festival pics sind klasse. waren viele tolle leute an bord.
DOOOOCKVILLE!
Absolut HAMMER!
nichts geht über gute Musik, lustige Leute und SONNE