
Weblog, Permalink, Hyperlink, Tagcloud, RSS-Reader, Bookmark, Trackback …
Die meisten lesen sie täglich: BLOGS. Was aber die einzelnen Begriffe, die sie umkreisen, im Detail bedeuten, ist den wenigsten von uns klar. So habe ich mich aufgemacht, die wichtigsten Begriffe zusammenzutragen und in einer kleinen Blogfibel zu erklären …
Vorweg sei gesagt, dass die meisten internetrelevanten Begriffe – wen wundert’s? – englischsprachig sind. Das liegt in erster Linie selbstverständlich daran, dass das Internet eine „Erfindung“ aus dem englischen Sprachraum ist und es für viele Begriffe keine Entsprechungen in deutscher Sprache gibt. So könnte man beispielsweise Blog auch mit Internettagebuch übersetzen, würde damit aber längst nicht die Bandbreite des englischen Begriffs ausschöpfen. Ein Blog ist eben viel mehr als nur das, was wir als „Tagebuch“ kennen:
BLOG
Der Begriff „Blog“ [bl?g] ist die Abkürzung von „Weblog“ [?w?b.l?g], welches eine Wortkreuzung aus dem englischen World Wide Web und Log für Logbuch ist. Ein Blog ist ein auf einer Website geführtes und damit – meist öffentlich – einsehbares Tagebuch oder Journal. Häufig ist ein Blog „endlos“, d. h. eine lange, abwärts chronologisch sortierte Liste von Einträgen (sogenannte „Posts“), die in bestimmten Abständen umbrochen wird. Es handelt sich damit zwar um eine Website, die aber im Idealfall nur eine Inhaltsebene umfasst. Ein Blog ist ein für den Herausgeber („Blogger“) und seine Leser einfach zu handhaben. Es wird als Medium zur Darstellung von Aspekten des eigenen Lebens und von Meinungen zu spezifischen Themen genutzt. Weiter vertieft, kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrungen als auch der Kommunikation dienen. Mehr Informationen hier. (Quelle)
BLOGROLL
Eine Blogroll (deutsch auch Blogrolle) ist eine für den Leser öffentliche Linksammlung zu anderen Weblogs. Diese Linkliste ist auf dem Weblog sichtbar platziert. Autoren von Weblogs haben unterschiedliche Kriterien für die Aufnahme eines fremden Weblogs in ihre Blogroll: das können ähnliche Interessen sein, eine hohe Frequenz neuer Artikel auf dem jeweiligen Blog, jemand wird aufgenommen, weil er viel kommentiert wird oder die Links wurden ganz einfach getauscht. Manche Blogrolls bestehen einfach aus einer Liste von Blogs, die der Autor selbst gern liest. (Quelle)
BLOGROLL
BOOKMARK
„Bookmark“ kann wortwörtlich mit „Lesezeichen“ übersetzt werden. Im Internet versteht man unter einem Lesezeichen einen Link, der von einem Computerprogramm zwecks schnellerem Zugriff auf häufig besuchte Standorte, wie z.B. Webseiten und Blogs, in einer Internet-Lesezeichen-Sammlung verwaltet wird. Solche Lesezeichensammlungen nennt man online „Social Bookmark Dienste“. Angeboten werden diese z.B. von del.icio.us, Mister Wong, Linkarena oder Oneview. Dort kann man favorisierte Webseiten unabhängig vom eigenen Rechner online im Internet auf einem externen Server abspeichern und mit Hilfe von Tags (Stichworten) jederzeit wiederfinden. Das hat den Vorteil, dass man von jedem Rechner mit Internetanschluss stets auf seine Lieblingsseiten zugreifen kann, ohne diese immer wieder manuell zusammensuchen zu müssen. Zusätzlich findet man bei diesen Diensten Linktipps anderer User mit gleichen Interessen.
Bei Vorschlagsseiten wie digg, yigg oder webnews geht es eher darum, eine Webseite oder News bekannt zu machen. Der Unterschied zu den Social Bookmark Diensten besteht darin, dass man in erster Linie nicht für sich selbst etwas abspeichert, sondern vielmehr andere User auf das, was man gefunden hat, aufmerksam machen will. Ich schlage sozusagen spannenden Inhalt vor, nach dem Motte "Hey, ich hab was Tolles gefunden, schau Dir das doch auch einmal an!" Weitere Informationen hier und hier.
BOOKMARK
BROWSER
Webbrowser, oder allgemein auch Browser [?b?a??z?] (engl. für „Durchstöberer“, „Blätterer“), sind spezielle Computerprogramme zum Betrachten von Webseiten im World Wide Web. Das Durchstöbern des World Wide Webs respektive das aufeinanderfolgende Abrufen beliebiger Hyperlinks als Verbindung zwischen Webseiten mit Hilfe solch eines Programms wird auch als Internetsurfen bezeichnet. Neben HTML-Seiten können sie verschiedene andere Arten von Dokumenten anzeigen. Webbrowser stellen die Benutzeroberfläche für Webanwendungen dar.
Quelle und mehr Informationen hier.
Die bekanntesten Browser: Internet Explorer (Windows), Safari (Macintosh) und Firefox (Freeware).
HYPERLINK
Als Hyperlink, kurz auch „Link“ (engl. für „Verknüpfung, Verbindung, Verweis“) genannt, bezeichnet man einen Querverweis auf ein anderes Dokument innerhalb eines Hypertextes, der automatisch durch das „Hypertextsystem“ verfolgt werden kann. Der Begriff wird meist auf das World Wide Web bezogen. Im Klartext heisst dies, dass ein Link in der Regel den Weg aus einer Webseite hinaus beschreibt, bzw. zu einer anderen Seite innerhalb der Webseite. D.h, ich klicke drauf und schwups finde ich mich auf einer anderen Seite wieder. Mehr Informationen hier (<- das ist auch ein Link!).
LINKS bei TWOFORFASHION sind blau und unterstrichen.
PERMALINK
Der Permalink ist ein Verweis auf die beständige URL (Internet-Adresse) eines Weblog-Beitrags. Unter dieser Internet-Adresse wird der gesamte Beitrag inklusive aller Kommentare und Zusatzinformationen dazu angezeigt. Permalinks sollen sicherstellen, dass referenzierte Beiträge immer über eine einheitliche URL verlinkt werden und dass die Adressen dauerhaft in dieser Form erhalten bleiben. Ein Permalink ist praktisch, weil Internetbenutzer die Webadresse eines für sie wertvollen Beitrages oft als Favorit (Bookmark, s.o.) speichern oder als Link auf einer anderen Webseite einfügen wollen. Die URL des Permalinks lässt sich in den meisten Browsern (s.o.) einfach über das Menü als Favorit ablegen, über die Auswahl „Link-Adresse kopieren“ (auf den Link mit der rechten Maustaste klicken) in die Zwischenablage speichern oder auch über "Social Bookmark"-Dienste (s.o.) bookmarken.
Oft verweist auch die Beitragüberschrift auf die Permalink-Seite
RSS
RSS (Abkürzung für Really Simple Syndication) ist ein Service auf Webseiten, der ähnlich einem Nachrichtenticker die Überschriften mit einem kurzen Textanriss und einen Link zur Originalseite enthält. Die Bereitstellung von Daten im RSS-Format bezeichnet man auch als RSS-Feed (engl. to feed – versorgen, einspeisen, zuführen). Er liefert dem Leser, wenn er einmal abonniert wurde, automatisch neue Einträge. Es handelt sich um ein Pull-Verfahren. Der Client, also das Programm, dass zum Lesen des Feeds genutzt wird (s.u.), sendet also in regelmäßigen Abständen Anfragen zur Aktualisierung des RSS-Feed an den Server.
RSS-Feeds können mithilfe eines RSS Feedreaders (allgemein Clients genannt) gelesen werden. Durch Eingabe der Adresse des Feeds im entsprechenden Feedreader wird dieser „abonniert“. Neu veröffentlichte Inhalte werden dann vom Feedreader selbsttätig in regelmäßigen, vom Empfänger festgelegten Abständen auf die Endgeräte – PCs oder auch Mobiltelefone, PDAs oder mobile Spieleplattformen – der Abonnenten geladen. Zum Lesen eines RSS-Feeds dienen herkömmliche Webbrowser oder spezielle Programme, deren Darstellung der eines Nachrichtentickers gleicht. Auch einige E-Mail-Programme bieten RSS-Lesefunktionen, daneben auch Anwendungen wie Bildschirmschoner. Das bedeutet, dass der Leser nun nicht mehr täglich auf jedem einzelnen Lieblingsblog nach neuen Artikeln schauen muss, sondern diese alle gebündelt und automatisch auf einer Plattform ansehen kann.
Einige häufig genutze Reader sind: Bloglines, Googlereader, Bloglovin’. Weitere findet man einfach, indem man bei Google nach dem Begriff „Feedreader“ sucht.
TIPP: Der Vorteil von „Online Readern“ ist, dass man von jedem beliebigen Rechner mit Internetanschluss Zugriff auf seinen Feedreader hat und sich von überall her über neue Einträge auf Lieblingsseiten informieren kann. Einen Feed aboniert man übrigens ganz leicht, indem man nach dem unten angezeigten Bild auf einer Seite sucht (meist ganz unten ober oben auf der Seite zu finden. Bei TWOFORFASHION ist es ganz unten!), da draufklickt und die angegebene Adresse in seinen Feedreader kopiert.
Mehr Informationen zur Funktionsweise hier.
TAG
Ein Tag ist ein Schlagwort. TAGGING erlaubt das Zuordnen von frei definierbaren Schlagwörtern zu einzelnen Inhalten einer Website. Diese können beispielsweise Beiträge eines Weblogs, Wiki-Seiten, Bookmarks, Bilder etc. sein. Mittlerweile gibt es verschiedene Aggregatoren im Internet, die ihren Nutzern eine manuelle Verschlagwortung von eigenen und fremden Beiträgen ermöglichen. Zu den bekanntesten Anbietern gehört sicherlich del.icio.us, wo die eigenen Bookmarks verwaltet und mit Schlagwörtern versehen werden können. In der Realität sieht es dann so aus, dass ich einen Artikel online finde, den ich bei einem Social Bookmarking Anbieter (s.o.) abspeichern möchte. Damit ich den Artikel später auch wiederfinden kann, weise ich ihm Schlagwörter (Tags) zu. Einem Artikel über Plateauschuhe z.B. „Schuhe“, „Mode“, „Inspiration“, „Plateau“. Sodass ich diese Begriffe nur einzugeben brauche, damit mit der gewünschte Artikel angezeigt wird. Eine TAG-CLOUD (Schlagwortwolke) als visuelle Darstellungsform besteht aus einzelnen ineinanderwabenden Tags. Diese ermöglicht es dem Leser, sofort zu erkennen, welche Schlagworte besonders beliebt bei anderen Lesern des Blogs sind. Die beliebtesten, also am meisten angeklickten Tags in der Wolke, werden größer, die weniger beliebten kleiner dargestellt. Es handelt sich also um eine dynamische Darstellungsform beliebter Tags. Mehr Informationen zur Tag-Cloud (Schlagwortwolke) hier.
TAGS
TAGCLOUD
TRACKBACK
Bei vielen Weblogs findet sich auf der Beitragsseite eine Trackback-URL und zwischen den Kommentaren vielleicht Trackback-Meldungen. Trackback ist ein System, mit dem ein Hinweis auf einen Beitrag zum gleichen Thema in einem anderen Weblog hinterlassen werden kann.
Ein Beispiel: Ein User liest bei OTTO in unserem Blog einen Beitrag über rote Sportschuhe. Der User schreibt auch einen Beitrag über rote Sportschuhe und bezieht sich auf den Beitrag. Der User will, dass die Leute, die bei OTTO den Beitrag lesen, auch seinen Beitrag beachten. Er schickt einen Trackback-Ping an die Trackback-URL, die in OTTOs Beitrag angegeben ist. Jetzt erscheint auf OTTOs Weblog ein Verweis mit einem kurzen Textauszug zu dem Weblog des Users. Einen Trackback-Ping kann mit den meisten Weblog-Tools direkt beim Verfassen des neuen Beitrags senden. Steht mit einem Weblog-System keine Trackback-Funktion zur Verfügung, können Pings über das Trackback-Ping-Formular Simpletracks gesendet werden. ACHTUNG: Klingt VIEL komplizierter als es ist. Einfach mal ausprobieren!
TRACKBACK













Danke für die Erklärungen, mir ist gerade bei einigen Begriffen aufgefallen (z.B. Tagcloud), dass ich gar nicht wusste, was sie bedeuten. Sie waren bisher in meinem passiven Wortschatz, das wird sich nun ändern
ENDLICH hab ich kapiert, was ein RSS-Feed ist. 1000 x thx mahret.
Endlich! So was hat wirklich mal gefehlt. Alle schmeißen mit den Begriffen um sich und keiner weiß wirklich was es ist. Danke!
RSS ist zwar echt gut erklärt, aber irgendwie hab ich noch keinen richtigen Plan davon, was es im “real life” ist. Könnt ihr das nicht auch an einem Beispiel auf http://www.twoforfashion.de erklären? oder versteht das jeder außer mir?
Ein RSS-Feed ist für uns Nutzer eigentlich nur ein Link, eine URL, eine Adresse, die man in den Browser eingeben kann.
Menschen, die sehr viele Webseiten lesen, nutzen in der Regeln ein Programm, dass sich Feedreader nennt.
Google hat so etwas im Programm, heisst dann Google-Reader.
In den Feedreader/Google-Reader gibt man diese Adresse ein und der schaut alle paar Minuten nach, ob es im twoforfashion-RSS-Feed etwas neues gibt.
Ich als Nutzer muss nicht mehr 100/200 Webseiten einzeln besuchen und nachsehen, was neu geschrieben wurde, das macht die Maschine für mich.
Ich muss nur den Feedreader öffnen und sehe die neue Artikel.
Das spart bei 200 Webseiten jede Menge Zeit.
Ich musste schmunzeln, dass ihr sogar “Browser” erklärt, aber keine schlechte Idee.
Nur zum Thema RSS möchte ich kurz was sagen. Weiter oben steht “…mit einem kurzen Textanriss und einen Link zur Originalseite enthält”.
Das ist nicht korrekt. In der Praxis gibt es natürlich RSS-Feeds, die gekürzt werden, aber das ist nicht die Regel, und schon gar nicht Userfreundlich. Webseitenbetreiber glauben, dass sie dadurch keine Besucher verlieren, weil die Leute ja nur einen Teaser bekommen, und gefälligst auf der Website lesen sollen.
Genau das Gegenteil passiert aber: Anbieter, die nur gekürzte Feeds ausgeben, verlieren schneller Abonnenten. Selbiges gilt auch für das weglassen von Bildern…
Ich werde meine Leser in den nächsten Tagen zu dir schicken, denn warum soll man sich die Arbeit immer doppelt machen. Ein schöner Artikel für alle, die noch nicht ganz so viel digitales Blut in sich haben. Danke!
Hallo Carla,
im Grunde ist RSS viel komplizierter zu erklären als es eigentlich ist. Vielleicht ist es am besten so zu verstehen: RSS komprimiert einen Blog aufs Wesentliche. Nämlich, das jeweils aktuelle Post und nur dies und nur den reinen Text und die Bildinformationen. All das, was statisch ist, wie Header, Linklisten etc. wird ignoriert. Wenn es nun auf einem Blog etwas neues gibt, saugt ein so genannter RSS Reader NUR die neuen Informationen vom Server auf dem das Blog liegt. Das hat den Vorteil, dass Blogleser NUR die aktuellsten Blogeinträge lesen können und wie ein Abonement immer dann, wenn es etwas neues gibt, diese geschickt bekommen und nicht täglich selbst nachschauen müssen was es neues gibt. Natürlich kann man dann ALLE RSS Informationen der Lieblingsblogs abonnieren und kann so bequem auf EINER Seite ALLE Blogs komprimiert lesen. Ich schaue mir so z.B. täglich rund 150 Blogs bequem auf einer einzigen Seite an, anstatt taglich 150 Seiten direkt besuchen zu müssen. So verpasse ich nichts und spare echt viel Zeit. Mehr Informationen gibt es hier.
Vielen Dank, hat mir gerade sehr geholfen das zu lesen!
Super Beitrag, direkt verlinkt!