Die letzten Top 5 des Monats stehen – wie schon im Januar – im Zeichen der Nachhaltigkeit. Dieses Mal berichte ich von zwei „Mode-Schwänen“ aus Weimar, darüber, wie man Bademode aus PET-Flaschen herstellen kann, vom „grünen“ London, der neuen OTTO-Marke Kuyichi und einem Radio aus Holz.
Ja, wo kommen sie denn her, die OTTO-Pakete? Das haben Kathrin und ich uns gefragt und spontan an einer Führung mit Herrn Kalliner durch die OTTO-Lagerlogistik teilgenommen. Damit auch Ihr einen kurzen Blick hinter die Kulissen werfen könnt, habe ich ein kleines Filmchen in dem von Hermes Fulfilment betriebenen Versandzentrum gedreht:
Finale oho, Finale ohohoho. Gestern Abend war es soweit, die letzte Folge von „Die Model-WG“ lief auf ProSieben. Anni war die Erfolgreichste und darf nun in eine Model-WG nach New York ziehen. Auf ProSieben laufen dann ab nächster Woche wieder Germany’s Next Topmodels über den Bildschirm.
In der Model-WG wurden die Nachwuchs-Models zwei Monate lang bei ihrem Start ins Model-Leben begleitet. Nach sieben nervenaufreibenden, tränenerfüllten, freudestrahlenden Folgen waren dann Anni, Sarina und die später dazu gestoßene Vicky die Favoritinnen mit den meisten Jobs. Obwohl die brünetten Mädels in Monaco die Aufträge absahnten und Sarina das Wahnsinns-Hochzeitskleid bei Guido Kretschmer tragen durfte, hat Anni Peyman mit ihrem Ehrgeiz und Biss überzeugt, dass sie es in New York schaffen kann. Wir werden sehen – vielleicht kann Kathrin uns aus Big Apple berichten?
Zum Abschluss der Sendung sind hier zwei kleine Videos für Euch: Ein Anni-Interview, in dem wir sie zu ihrem Style, Trends und Hochzeitsträumen befragen. Außerdem ein kurzer Clip mit kleinen Pannen vom OTTO-Dreh mit den Mädels und Stylist Mads Roennborg, denn wie allen bekannt sein sollte, war OTTO als Sponsoring-Partner der Sendung mit von der Partie;-) Um die Folgen noch einmal Revue passieren zu lassen, empfehle ich unser Model-WG Tagebuch. Viel Spaß!
Ein Kerl wie ein Baum? Nein, vielmehr ein Ring wie ein Baumstumpf. Das Design-Duo Digby&Iona aus New York kreiert kleine Baumstümpfe für den Ringfinger. Zu einem Preis von $ 210 nicht ganz günstig, dafür aber einzigartig. Vielleicht ja das passende Geschenk für den Liebsten oder die Liebste – zum gemeinsamen Jahresringezählen …
Superwohl fühle ich mich nie bei den Fashionblogger-Treffen in New York. Mich befällt meist eine ungewohnte Schüchternheit im Angesicht der wilden Stilmischungen und ausgelebten Eitelkeiten. Dabei schätze ich viele Kandidaten einzeln sehr, weil sie erfrischend aus der „normalen“ Fashionweek-Menge im Zelt herausleuchten. Wie Jennine Tamm, die eine großartige Organisatorin ist, Bryan Boy, der so süß ist wie Zucker und Hanneli, die in echt noch viel schöner ist als auf Fotos. Aber zu viele extreme Stile nebeneinander beißen sich eben. Und wer ist noch anders, wenn alle anders sind?
Die Runde auf dem Podium: Britt Aboutaleb & Lauren Sherman von Fashionista.com, Susie Bubble von Style Bubble/Dazed Digital, Tavi Gevinson von Style Rookie, Bryan Boy und Phil Oh von Street Peeper. Man war sich in einem Punkt einig: Es kommt nicht mehr auf die Schnelligkeit des Bloggens an, sondern auf die Inhalte.
Heute aus dem Kurzurlaub zurück, möchte ich eines nicht versäumen: Snowboard-Ikone Shaun White für seinen Olympiasieg letzte Woche zu gratulieren! Der 23-Jährige, dem die zur Abwechslung mal völlig berauschte ZEIT „eine leuchtende Mähne wie die Venus von Botticelli“ zuschreibt, hat Gold in der Halfpipe geholt. Und die Konkurrenz hat nur mit offenem Mund den von ihm erfundenen Sprüngen zugeschaut, z.B. dem Double McTwist 1260, einem Doppelsalto mit dreieinhalbfacher Drehung um die eigene Achse. Der Mann ist einfach überirdisch: Er kann fliegen! Weil das in Bildern nicht zu begreifen ist, sollten alle, die es bisher versäumt haben, sich hier seinen Flug zum Olympiasieg anschauen.
Schon mit 13 Jahren wird er Profi und ist bei Burton unter Vertrag, wo er auch eine eigene Modelinie hat. Eine seiner Kreationen ist eine Skihose, die aussieht wie eine zerfetzte Jeans. Ein Sponsor hat ihm eine eigene private Halfpipe in die Rocky Mountains gefräst und fliegt ihn mit dem Hubschrauber hin, damit er in Ruhe trainieren kann. Shaun White ist Multimillionär, besitzt 9 Autos und ein eigenes Flugzeug. Er ist ein Popstar, warum sonst nahm ihn der Rolling Stone aufs Cover? Neider nennen ihn gern „Flying Tomato“, seiner roten Locken wegen. Für mich ist er einfach eine Klasse für sich. Und ich finde es großartig, ihm bei seiner Kunst zuzuschauen.
Übrigens, etwas Gutes hat der lange Winter ja: Es ist noch reichlich Gelegenheit zum Snowboarden. Equipment und Outfits gibt’s nach dem Sprung …
Tiedeken. „Hhmmmm …“, mag der eine oder andere von Euch jetzt vielleicht denken, „… fehlt da nicht was?“ Und ja, vonWedel&Tiedeken hieß das Berliner Label, das wir hier vor gut einem Jahr vorstellten. Mittlerweile gehen beide Designerinnen getrennte Wege. Hinter Tiedeken stehen heute Regina und ihr Mann Tom, mit dem sie im Familienunternehmen schöne Dinge gestaltet. Nicht nur Mode, sondern auch Produkte und Filme. Ich habe beide in ihrem Studio in Berlin Mitte besucht und mir von ihren Plänen erzählen lassen.
Diese Woche stand ganz im Zeichen der Modeblogs. Das ZEIT-Magazin stellt einige der derzeit wichtigsten deutschen Modeblogger vor, die amerikanische Vogue bittet international zum Shooting. Was sonst noch so passiert ist …
# 1 Die Klasse von 2010
Das ZEIT-Magazin widmet sich aktuell ganz der Mode im Internet. „Kennen wir uns nicht von Facebook“, heißt die Ausgabe, in der Tillmann Prüfer erklärt „Wie das Internet Modekonsumenten zu Gestaltern macht“. Auch nett: Ein Foto der Klasse von 2010, das einige der momentan wichtigsten deutschen Modeblogger auf einem Gruppenbild vereint. Schön wäre es gewesen, wenn man noch mehr hätte erfahren können über die einzelnen Blogger, als nur Antworten auf einen standardisierten Fragebogen. Darüber wird sich in der Bloggosphäre beschwert. Die Diskussion dazu kann man besonders gut bei Julia Stelzner und Blica verfolgen.
„Are you kidding me, Du wagst es, Dich auf meinen Stuhl zu setzen?“, schrie eine schwarze Frau mit 2 Meter langen Beinen und 1 Meter langen Haaren einen Smokingträger um die 50 an. Woraufhin der Mann, ignorant starrend, sitzen blieb und die 2 Meter-Frau das Platzpersonal auf ihn hetzte. So musste ich diese Fashionweek öfter an mein Lieblings-Kinderspiel denken: Reise nach Jerusalem, in New York „Musical Chairs“ genannt. Und ich kam nicht umhin, festzustellen, dass „Weniger-Stühle-als-Menschen“ nur als Spiel Spaß macht. Ich selbst machte unterschiedliche Erfahrungen: Einmal kam ich trotz Karte nicht in eine Schau, ein anderes Mal erfreuten sich gleich 3 mir unbekannte Mitarbeiter an der Two for Fashion-Einladung. Das erfuhr ich, als meine echte Freundin draußen bleiben musste, weil wir angeblich schon zu viele waren. So kann ein Name eine Tür sein – oder ein Totalschaden.
Designer Yohji Yamamoto demonstrierte, dass Frauen stärker sind als Männer. Und Schauspielerin und Sängerin Juliette Lewis schien irgendwie ihr Gedächtnis verloren zu haben, da sie sich nicht daran erinnern konnte, schon mal auf einer G-Star-Schau gewesen zu sein. Und nur gehört hatte, dass die Inszenierungen legendär sein sollen.
Nach dem Sprung gibt es mehr Stars, die Blogger-Ikone Bryan Boy und die wichtigsten Trends: Grafische Tüllmuster, Knallfarben auf Schwarz, Koreanisches Design, Scharfe Kanten, Stoffhüftgürtel und Liquid Metal …
Twitter, das ist ein Social Media-Dienst, bei dem mitteilungsbedürftige Menschen in 140 Zeichen ihren Befindlichkeiten Ausdruck verleihen können. Das kann mal spannender, mal weniger spannend sein. Tatsache ist, dass Microblogging eine bequeme Art ist, kurz und knapp Neuigkeiten zu verbreiten. Ich twittere bevorzugt an der Tramhaltestelle oder auch mal gerne live zu Fernsehsendungen, gemeinsam mit andern Twitterern.
Eines haben alle Tweets, wie die kurzen Meldungen genannt werden, gemeinsam: Sind sie da, sind sie auch schon wieder weg. Kaum etwas ist vergänglicher. Wem das zu schade ist, der hat nun die Möglichkeit, die Twittererfahrung zu verewigen. Michaela von Aichberger malt ihre Follower, das sind all jene, die die Tweets der Künstlerin regelmäßig verfolgen, d.h. abonniert haben. Momentan sind das knapp 6.500 Menschen. Ihr Projekt nennt sich „Ich male meine Follower“, ein fortwährender Prozess, der im jeweiligen Zwischenstadium real ausgestellt wird. So auch nächste Woche in Hamburg.
VERNISSAGE am Sa, 27.02.2010
um 19 Uhr im STILWERK. Große Elbstraße 68
Wir haben Michaela von Aichberger zuvor um ein Interview gebeten. Was sie uns verraten hat, erfahrt Ihr nach dem Sprung …