„I don’t do event dressing, because every day is an event.“
- Daphne Guinness -
In Trainingshose und Sneakers würde Daphne Guinness niemals das Haus verlassen, dazu liebt sie die Mode viel zu sehr. Denn Mode ist die große Leidenschaft der Stilikone und Brauerei-Erbin, deren Garderobe ich mir vorstelle wie eine Mischung aus Herrenausstatter („Ich liebe Herrenmode.”), kostümgeschichtlichem Museum („Shakespeare!“) und Rüstungskammer („Ich finde es großartig, sich selbst mit Metall auszustatten.“). Das New Yorker Fashion Institute of Technology (FIT) zeigt nun in einer einzigartigen Ausstellung ausgewählte Stücke aus der imposanten Kleidersammlung der 43-Jährigen.
Ein Video und Bilder gewähren auch Euch einen Einblick in ihren Kleiderschrank.
Auszüge aus Indranis „Legend of Lady White Snake“
Egal, ob sie einen bodenlangen Federmantel trägt, einen mit Nägeln gespickten Herrenanzug oder eine Priesterrobe – selbst in den extravagantesten Outfits verkörpert Daphne Guinness Eleganz und Stilsicherheit wie keine andere. Mit ihren schwarz-weiß gefärbten, zur Turmfrisur aufgesteckten Haaren, der Wespentaille, die sie immer betont und den 20-Zentimeter-Plateaus wirkt sie manchmal wie von einem anderen Planeten. Und so taucht Daphne als Kunstfigur in Editorials von Steven Klein auf, die aussehen, als wäre sie nicht nur das Model, sondern auch die Stylistin gewesen.
In der Kunst findet sich auch der Motor für ihre Leidenschaft. „Was mich zur Mode gebracht hat, ist Kunst … ich sehe Mode sicherlich nicht als Statussymbol“, sagt die Muse und das kauft man ihr auch ab. Zwar wird die Ausstellung von Designer-Couture und großen Namen wie Alexander McQueen, Christian Lacroix, Gareth Pugh, Givenchy und Chanel dominiert, hier und da finden sich jedoch auch Namen unbekannter Labels wie Undercover.
Von der heutigen Alltagsmode ist die 43-Jährige enttäuscht. „Die Mode wird immer beiger. Damit meine ich, dass immer mehr Leute das Gleiche tragen – wie bei einer Mao-Uniform. Dabei sollten wir doch die Flagge der Individualität hochhalten.“ Und das tut die schöne Daphne selbst dann mit Bravour, wenn sie eigentlich gar nichts tut: Highlight der Ausstellung ist ein mehrere Meter über dem Boden schwebendes Hologramm. Wenn sie einfach nur so dasitzt, in einem funkelnden McQueen-Catsuit, der wie angegossen sitzt, wird klar, dass sie mit jeder Pore Mode atmet und ausstrahlt – eine Muse in Perfektion.
Die Ausstellung „Daphne Guinness“ ist noch bis zum 7. Januar 2012 im FIT-Museum zu sehen.
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De Frau wird mein neues Vorbild. Die Schuhe! Die Kleider! Krass! Ich bin total von den Socken
haha, die perücken von den puppen oben sind auch toll
ganz schön irre:)
die schuhe sind ja wahnsinn, damit kann man aber doch auch nur sitzen oder?
A Passion for Fashion triffs aber haargenau!
@Gonya: Das ist ja das faszinierende, dass Daphne darin laufen kann…und sich in all ihren Outfits sehr grazil bewegen kann. Als fühlte sie sich so wohl wie andere in einem Jogginanzug!
eine grandiose frau. aber die pony-schuhe sind ein tick too much sm ;-p
ihr selbstbewusstsein ist wirklich beneidenswert!
wirklich eine tolle Ausstellung. Daran ist mal wieder ganz deutlich zu erkennen, dass es sich bei Mode auch um eine Form von Kunst handelt! Sie soll nicht nur praktisch sein, sondern auch schön sein und spaß machen
Bewundernswert!! Frauen mit Modefaible und -geschmack an die Macht!
Spooky
sehr beeindruckend.. die frau ist ein gesamtkunstwerk