
Dass Fashion und Nachhaltigkeit keine Gegensätze sind, habt Ihr am Beispiel des Green Capital Fashionwalk gesehen. Aber (und hier kommt der Haken) Fashion ist leider vielfach ein schmerzhafter Dorn im sozialen und ökologischen Wohlbefinden unserer Welt. Immer mehr gute Beispiele und Initiativen großer und kleiner Labels beweisen, dass es nicht so sein muss. Genau diese habe ich letzte Woche auf der Bread & Butter für Euch gesucht und auch gefunden.
Die Stadt am blauen Fluss
Xintang ist eine für chinesische Verhältnisse eher kleine Millionenstadt im Süden des Landes. Sie ist jedoch die Welthauptstadt der Jeansproduktion. Geschätzte 260 Millionen Jeans werden jedes Jahr dort produziert. Damit ist Xintang Weltmarktführer und die Wahrscheinlichkeit, dass wir eine „Original Xintang Denim“ im Schrank haben, sehr groß. Die Produktion von Jeans verbraucht und verschmutzt große Mengen an Wasser. So stark, dass der durchfließende Pearlriver blau eingefärbt ist. Diese Verschmutzung ist auch auf Satellitenfotos zu erkennen.
Das Thema „Wasser und Denim“ rückt aktuell in den Fokus. Auch auf der Bread & Butter wurde es durch zwei prominente Beispiele sichtbar gemacht:
LEVI’S

LEVI’S hat diesen Frühling eine neue Kollektion angekündigt: WATER<LESS. Für die Modelle wird im Schnitt fast 30 Prozent weniger Wasser verbraucht, bei einigen Modellen sogar über 90 Prozent. Zudem werden Abwässer aus der Färbung der Jeans für die Färbung hellerer Blautöne, z. B. bei Shirts, genutzt.
Smartes Recycling! Ein schönes Video von LEVI’S verpackt diese Infos in einer Stop-Motion-Animation zum Thema:
Es geht auch ZERO

Eine völlig neue Methode hat Japan Rags entwickelt. Anstatt den Denim mit Wasser zu bleichen und so die einzigartigen Waschungen zu entwickeln, benutzt das Label ein neues Verfahren mit angereichertem Sauerstoff. In der Phase des „Finishing“ wird damit überhaupt kein Wasser mehr verbraucht. Die Prozedur ist patentiert und auch Japan Rags hat ein kleines Filmchen dazu gemacht:
TOMS: Brad trägt sie und ich trage sie bald auch

TOMS ist ein relativ neues Schuhlabel aus den USA. Mit jedem Kauf von einem Paar TOMS wird auch ein Paar TOMS für Kinder in Entwicklungsländern gespendet. Schuhe, die kleine Kinderfüße vor Verletzungen und Infektionen schützen, und die häufig Voraussetzung für den Schulbesuch sind. Das Hollywood-Charity-Darling Brad Pitt trägt auch schon TOMS und ich wette, Angelina hat ebenfalls das ein oder andere Paar im Schrank.
Seit 2010 hat TOMS bereits über 1.000.000 Schuhe verkauft und gespendet. RESPEKT!
Auch hier gibt’s was zum Anschauen:

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Das sind alles suuper Fortschritte, eine Schande, dass es so lange gedauert hat und nicht schon längst viel mehr label auf umweltbewusste Methoden zurückgreifen
Die messe war cool,echt nette sachen und gut zu sehen,dass im bereich ecomode grosse schritte unternommen werden!
Zum Glück ist in der Türkei das Sandstrahlen von Jeans verboten worden. Viele Junge Männer sind dabei schwer erkrankt und gestorben. Nur weil es bei uns schick ist ausgeblichene Jeans zu tragen. Eco Mode ist nicht nur Umweltschutz sondern auch “Menschenschutz”.
Die Schuhakton find ich super. So werden nicht nur Ressourcen verschont – es gibt auch einen klaren Nutzen. Wirds die Schuhe bei Otto geben?
Ich fand die “Brot und Butter” dieses Jahr eigentlich ganz gut, aber ein bisschen wuselig und hektisch. Findet ihr nicht auch?