
Gestern abend trafen sich eine Handvoll Modeblogger(innen) im Restaurant Rodeo in Berlin Mitte und verbrachten einen schönen Abend über Gott und die (Mode)Welt plaudernd bei leckerem Fondue. Weil viele zur Fashionweek in Berlin sind, war das die beste Gelegenheit, alte Bekannte (die Kopenhagen Fashionweek Girls) und neue Gesichter an einen Tisch zu bringen. Neben Lea, Lisa, Judith, Mary, Tessa, waren auch Annika und Camilla, Katja, Zana, Sarah, Claudio und Frank, Nicole und Sina gekommen. Highlight des Abends war der Besuch eines BerlinFashionTV-Kamerateams, das das Treffen für die Nachwelt festhielt:
Katja von Glamcanyon
Tessa von Flannel Aparell
Zana von Garbage Dress
Lea von Lea Loves
Lisa von LaLila
Sina und Nadine von Nellomag
Annika von Allet ohne Schminke
Claudio und Frank von I heart Berlin umranden Lea
Eine Mode-Bloggerin geht nie ohne Grundausrüstung aus dem Haus.
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Das Video ist total interessant und gibt einen tollen Einblick in die Mädels-Bloggerszene. Schade, dass Mahret nicht interviewt wurde!!!
Sieht sehr gemütlich und fashionable aus aber, liebe Mahret, wer ist hier wer? Das will man doch wissen!
Judith Marthaler von „What's wrong with the zoo?“: Hat sie was mit dem Regisseur Marthaler zu tun? Vielleicht seine Tochter?
Da wäre ich ja gerne dabei gewesen.
War bestimmt ein lustiger, spannender Abend!
ach frankfurt fashion wäre so gerne dabei gewesen…
musst mal hier ein blogger treffen tätigen…
alles liebe, judy
Die Dame mit der roten Brille schimpft sich Modebloggerin? Noch nie war ein Name wie Garbage Dress so passend…
Hm, ist das der heutige Zeitgeist, daß es nur noch darum geht, wer wie aussieht? Ich mag Mode auch sehr gerne, aber es ist nicht mein Lebensinhalt. Ich finde das alles sehr oberflächlich. Und was ist so ui daran, daß es Designer einen Mann als Weltkriegsoffizier rumlaufen läßt oder einem anderen zugesprochen wird, so “gothic” zu sein. Das ist alles eine Kommerzialisierung und Ausbeutung der Subkulturen, denen der Inhalt geraubt wird und dann durch die Masse als seelenloser Kommerzmüll adaptiert und einverleibt wird. Wo bleibt die Kreativität? Mode sollte mit eibfachen Mitteln interessant gestaltet werden. Mittlerweile woll jeder alles möglichst bequem auf dem Silbertablett serviert bekommen und läuft dann mit arrogant erhoebener Nase durch die Gegend und schimpft sich als wichtig, weil er oder sie seine Zeit damit verbringt, zur Kommerzialisierung beizutragen als sich kulturell sinnvollen Dingen wie Literatur, Musik, Tanz, geistigen Disputen zu widmen. Ich war bis jetzt lange OTTO-Kundin, beginne aber doch, Abstand zu nehmen, weil mir die Verkaufsstrategier wie Einführung eines “Wir haben uns alle so lieb”-Fashion Blogs zu aggressiv sind. Von wegen, alle Bloggerinnen haben sich lieb. Alles versteckte Stutenbissigkeit, um sich gegenseitig zu produzieren, um das eigene Selbstwertgefühl zu heben.
@Madame Celeste
ich fände es sehr schade, dich als leser zu verlieren, vor allem weil du bisher das blog sehr intensiv verfolgt zu haben scheinst und sehr interessante/zu diskutierende kritik an der modeindustrie äußerst – auch wenn ich vieles, was Du hier äußerst, so nicht teile.
Zudem möchte ich sagen, dass ich es sehr schade finde, dass Du Dich hier über Personen, teilweise sehr direkt äußerst, die Du nicht kennst. Das Treffen ist offen gewesen, auch Du hättest gerne vorbeikommen können – um einige deutsche Modebloggerinnen kennenzulernen. Es geht hier nicht um die Vorstellung eines eingeschweißten elitären Zirkels, sondern um die Zusammenführung junger Frauen, die Interessen teilen und die allesamt davon überzeugt sind, dass Mode sehr viel mehr ist, als die Kleidung auf unseren Körpern. Wenn Du die einzelnen Seiten besuchst, wirst Du merken, dass sich die meisten sehr wohl mit “kulturell sinnvollen Dingen”, wie Du sie nennst, befassen. Mode wird eben als eine weitere Form intellektuellen Diskurses aufgefasst. Ich finde es sehr schade, dass Du so ein beschränktes Bild von Mode hast und gleich unterstellst, dass Menschen, die sich damit befassen, oberflächlich seien. Tatsächlich habe ich mit der Zeit auch Bloggerinnen kennengelernt, die in die von Dir beschriebene Kategorie “stutenbissig” passen. Glücklicherweise war das bisher die große Ausnahme. Gerade die Damen, die zu dem Treffen kamen sind ein wunderbarer Beweis dafür, wie klug, selbstbewusst, interessiert und freundlich man sein kann, auch wenn man sich “nur” mit Mode befasst.
@judy
komm doch mal nach Berlin/Hamburg
@petra
ne judith ist eine andere marthaler.
@sara
das Berlinfashion.tv hat mich bereits im sommer zur fashionweek interviewt, da wollten die das nicht nocheinmal machen. demnächst wird es aber wieder und woanders ein interview mit mir geben. sobald näheres bekannt ist, werde ich das natürlich hier mitteilen!
Liebe Madame Celeste, warum so aufgebracht? Seit wann ist es denn verboten, Spaß miteinander zu haben? Von Stutenbissigkeit kann ich in dieser Runde übrigens so gar nichts erkennen und ob jemand interessant aussieht oder nicht, das entscheidet doch noch immer der jeweilige Betrachter. Und das ist ja auch das Schöne daran. Es lebe die Vielfalt, in der auch Damen mit roten Brillen Platz haben!
@Mahret
Hallo Mahret!
Das ist richtig, ich verfolge den Blog intensiv, weil auch ich das Thema Mode als sehr interessant und als einen Ausdruck von gesellschaftlichen Haltungen und Bereichen empfinde, definitiv, da gebe ich Dir Recht.
Was mir fehlt, ist die Bezugnahme von persönlichen Idealen, die immer als aktive Handlunge in den gesellschaftlichen Prozeß einfließen. Ich vermisse bei den jungen Frauen Wünsche, Ideale und Statements, die das gesellschaftliche Miteinander und die aktive Gestaltung eines kulturellen und gesellschaftlichen Klima mit vorantreiben. Ich vermisse den Ausdruck einer sozialen und ideellen Haltung über den Modestil. Was erwartet und wünscht Ihr Euch in einer Gesellschaft, die immer weiter, höher, schneller hinaus möchte. Wo seht Ihr Euch als Menschen, die beispielsweise Glücksgefühle beim Hören einer herrlichen Oper wie z.B. dem Thannhäuser empfinden, und die Musik als Motivation sehen, sich als Mensch weiterzuentwickeln und diese Erfahrungen in den alläglichen Umgang mit einbringen? Es gibt auch hier in Westeuropa viel zu tun, um soziale und wirtschaftliche Ungerechtigkeiten zu verhindern, um uns allen ein möglichst angenehmes Miteinander zu ermöglichen? Mode sollte meines Erachtens auch Ausdruck eines Ideals, eines politischen Statements sein. WIR Bürger müssen uns einbringen, Mode wäre da ein gutes Symbol eines Signifikanten, die Gesellschaft zu formen- und dabei muß ich nicht so tolerant sein, alles gutzufinden, was sich mir zeigt. Als “Gutmensch” gibt man sich nur einer Form der Sublimierung hin, die im Endeffekt wie ein Fächer in die Unendlichkeit verläuft.
Ein Appell an alle junge Damen: Überdenkt, wer wollt Ihr sein? Liefert Ihr Euch nicht wieder Diktaten aus, die Euch den Raum und die Kraft für die eigentlich substantiellen Bewegungen nehmen?
oha, die mode-bloggerinen posts verursachen aber auch immer wieder heftige diskussionen. mahret hat in ihrer antwort auch eigentlich schon alles gesagt. von stutenbissigkeit ist bei den modebloggerinnen nichts zu spüren, und neben mode, die von den meisten nicht unter aspekten der kommerzialisierung sondern vor allem als künstlerischers ausdruck betrachtet wird, engagieren sich die anwesenden bloggerinnen in vielen anderen feldern, sei es gesellschaftlich, sei es politisch. im kreise von frauen den anfang der fashionweek mit einem essen zu feiern, sagt doch nichts über das verständnis von mode und den blick auf die welt aus.
eine frage mahret, ich kriege es nicht hin das video einzubinden, gibt es da einen trick? normalerweise habe ich damit kein problem.
beste grüße
tessa
@tessa
beim einbinden des videos ist kein großer Trick dabei. Du musst nur sehr sorgfältig darauf achten, dass Du den Code richtig kopierst. Hatte zunächst auch ein paar probleme, das ist ein wenig tricky