Kathrin

Belgische Modegeschichten in New York: Showroom Antwerp

Die Belgier sind die besten. Habe ich mir heute wieder gedacht, als ich zum ersten Mal aus dem New York Times-Gebäude im 44. Stock über die Skyline von Manhatten blickte und auf die Kollektionen von sieben belgischen Newcomern. Über sie muss ich keine Geschichten erfinden, ich kann einfach aufschreiben, was ihre Designs mir erzählen. Denn in Belgien ist es Tradition, dass in Kleidern Ideen stecken, wegen denen ihr Design genauso aussehen muss und nicht anders.

Die Lederjacke von Marc-Philippe Coudeyre beispielsweise ist golden, nicht nur um ein schlichtes Kleid cocktailtauglich zu machen, sondern um Trägerinnen mit dem Glanz und Zauber von Avalon zu weihen. Damit sie „King Arthur“ heilen können, wie seine neun Schwestern es in der Legende taten. Anke Lohs „Modegeschichte“ dagegen ist weniger sagenhaft und mehr futuristisch: Beim Forschen in der Fasertechnik fiel ihr die Ästhetik von bewegten Fasern auf, und sie strickte die dynamischen Formen in ihre neue Modelinie ein.

AnkeLoh

Auch das Design und die Geschichte von Peter Ceursters überzeugten mich, der Schals aus Hemden, Jacken und Pullovern schneidert. Nur, weil sein Freund in Berlin ihm so teuer war, dass er ihm sein „letztes Hemd“ vermacht hat. Als  Schal.

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© Peter Ceursters

Lenny Leleu konstruiert Bademode wie eine Architektin um den Körper, um die gestalterische Tiefe unter Wasser voranzutreiben.

Anna Heylen  beweist mit ihrer neuen Kollektion, wie feminin Männerkleider werden können, wenn sie von ihr auseinander genommen, studiert und als Inspiration benutzt werden.

AnnaHeylen

© Anna Heylen

LennyLeleu

© Lenny Leleu

Was noch so in den Köpfen der Designer vor sich geht, erforscht Flore Zoe, die sich fotografisch mit dem Gestaltungsprozess auseinandersetzt und Stimmungen nachstellt, die Modedesigner durchlebt haben.

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© Flore Zoe

StephanSchneider

© Stephan Schneider

Stephan Schneider entwirft sogar alle Textilien seiner Frauen- und Männerlinie selbst, aber war leider nicht persönlich da.

2 Kommentare
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  1. Chiara

    Das letzte Hemd gefällt mir und besonders mit der Idee im Background

  2. SaBa

    Ich würde die Welt auch toll finden, wenn ich just in dem Moment vom New York Times-Gebäude im 44. Stock über die Skyline von Manhatten blickte!!!

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