
Hallo, ich bin Jenny Kasimir und wie meine Kollegin Mona Dreikauss Einkäuferin bei OTTO. 2-3 Messen schaue ich mir pro Saison an, um neue Marken zu entdecken, die für unsere Zielgruppe interessant sind. Vor ein paar Tagen war ich in Kopenhagen, einer DER angesagtesten Adressen, wenn es um neue Trends und Ideen aus Skandinavien geht. Genauer: auf zwei Fashion-Messen. Der Vision, auf der vorwiegend dänische, pure und sehr hochwertige Designerkleidung zu sehen ist und als Kontrastprogramm dazu auf der Terminal 2, einer hippen Streetwear & Denim Flair-Messe, die stilecht auf einem stillgelegten Bahnhofsgelände stattfand. Eins schon jetzt: Ich habe jede Menge Männer mit Mützen dort gesehen…
Eins vorweg: Wer in Kopenhagen mit offenen Augen durch die Stadt spaziert, erkennt schnell, dass die Dänen sehr modeinteressiert und probierfreudig sind – sie kombinieren munter drauflos und sind dabei sehr stilsicher. Sie trauen sich was und sind offener für neue Trends als die Deutschen. Es macht richtig Spaß, sich das anzugucken.
Hier übrigens der Stand der Schuhmarke d.co – das co steht für Copenhagen, die Stadt selbst ist ja zur Zeit eine Art Synonym für erstklassiges Design und deshalb Bestandteil vieler Label. Und ihr seht: Hier sitzt bereits der erste Mann mit Mütze.

Die Däninnen mögen voluminöse Silhouetten v.a. bei Blusen und Kleidern. Da kommt die verspielte Marke Odd molly gerade recht, die als Hingucker einen Koffer voller Blüten vor ihrem Stand platziert hatte.

Gestuz (siehe unten) ist eine weitere angesagte, hochpreisige Marke mit kleiner, feiner Kollektion. Beim Ständer-Stöbern wurde schnell klar, welches (noch immer) die Must-Haves sind: Lederkleider, Lederwesten mit Nieten, Bundfaltenhosen mit tiefem Schritt, kurze Jäckchen und Westen in Denim o. Leder, Comic-Shirts / Band-Retro-Shirts, Ugg-Boots, Nerd-Brillen und Destroyed-Jeans.

Und hier, neben reichlich Tüchern mit Quasten (Tücher bleiben!), ein grünbemützter Mann.

Hier beginnt Terminal 2, unten der Stand von Non Grownups, einer Marke, bei der es jede Menge bunte Karos und riesige Tücher zu sehen gab.

Junk Food hat sich dagegen auf Comic- und Band-Shirts spezialisiert.

Klar, dass auf so einer angesagten Messe die Kantine nicht wie eine Kantine aussehen durfte. Man nahm lässig auf Bierkästen unter weißem Segel Platz …

Das war’s von den Messen. Wenn ihr Lust auf eine Kopenhagen-Fashion-Shoppingtour habt, empfehle ich folgende Läden:
Indiska, günstige Mode und tolle Dekoartikel
Gina Tricot, neueste Modetrends günstig umgesetzt
Illum, riesiges Kaufhaus mit den angesagtesten Designerlabeln, v.a. skandinavische Designer, leckeres Essen, aufregendes Einkaufserlebnis!
Und zum Abendessen geht’s ins Parnas, ein sehr uriges Lokal mit traditionell-dänischem Essen, z.B. Fläskesteg & Ovnkartofler (Schweinekrusten & Ofenkartoffeln) in der Lille Kongensgade 16. Lecker!!!

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Hallo Jenny, interessanter Beitrag! Mich würde interessieren, wie Du Einkäuferin bei Otto geworden bist. Welche Qualifikationen benötigt man?
Ups Jenny sieht auf ihrem Profilfoto Kathrin ganz schön ähnlich
Meine Lieblings-Ecke auf der Vision habe ich übrigens ganz schnell ausfindig gemacht: Das Tuchlager – je größer desto besser!
@Maxi; ja genau würd mich auch interessieren, wie kamst Du zu Deinem Job?
Also ehrlich gesagt gefallen mir die Klamaotten von Terminal 2 besser, ich steh auf was Flippiges!
Junk Food finde ich einen klasse Namen für ein Modelabel!
Sind die Ledersachen (z.B. wie Gestuz die ausgestellt hat) wirklich immer noch “in”? Ich weiß nicht … im Sommer Leder?
@maxi und lulu: mich interessierts auch. bin gerade dabei mir eine passende ausbildung in richtung events, lifestyle, mode zu suchen. so was könnte ich mir sehr gut vorstellen!