Die schlechte Nachricht zuerst: Bjork wollte sich nicht von mir fotografieren lassen. Die gute: Sie war gar nicht so gut angezogen: kükengelbe Socken unter silbernen Sandalen. Dazu einen im Ton der Socken gehaltenen Angora-Pullover, über den sich eine Haarkette in Sternform legte. Männliche Galeristen schienen sich abgesprochen zu haben, wie sie neben Stars wie Bjork und Sofia Coppola auffallen könnten, und munterten ihr Oufit kollektiv mit einem Kaugummi-Rosa Farbfleck auf.
Künstlerin Hyerim Lee
Denn alles drehte sich bei der 12. Armory Show, an der 290 Galerien (21 aus Berlin) aus 31 Ländern und 70 Städten teilnahmen, wieder darum, wer die 60.000 Kunstfreunde für sich gewinnt. Besucherrekorde brachten das Geschäft zum Blühen, sodass z.B. der Künstler David Haines schon nach 35 Minuten ausverkauft war. Und David Zwirner bereits $20.000 Dollar mit Philip-Lorca Polaroids verdient hatte.
© Musik: Ian Turner


Besucherin Tessa Clarfelt
Auf der Suche nach den besten Styles und Werken, trafen meine Armory-Begleitung Künstler Jim Avignon und ich an jeder Koje Bekannte. An denen mir gefiel, dass sie weniger perfekt auftraten als die Modemenschen. Ein Mantel durfte abgewetzt, eine Lederjacke mit Tape verklebt sein, ein Jackett schief sitzen, solange man sich darin selbstsicher bewegte. In der Kunst kann eine Skulptur eben fertig sein, auch wenn sie nicht zu Ende „gebaut“ wurde. Auf dem Laufsteg sieht man dagegen fast nie Kleider, die nicht perfekt geschneidert sind.

Mir gefielen die Papier-Skulpturen von Wim Botha und die Glitzer- und Schmetterlingsplakate von Damien Hirst.
Die silberne Tasche von Corto Moltedo hätte ich der Koreographin Natalie Kovacs am liebsten abgenommen. Aber mein Vorschlag, dass sich Kunst mit freien Händen besser gucken lässt, amüsierte sie nur.

In der Jenkins Johnson Gallery entdeckte ich die Serie „Jessica in the Park“, die auch gut in ein Modemagazin passen würde …

… wie auch das Outfit des Künstlers Yigal Ozeri.
Schauspieler Cameron Moir


Besucherin Emilie de Brigard

Künstler Hiroshi McDonald Mori

Ich liebe Anne Colliers Sehnsucht.

Sammler Howard E Rachofsky im Einklang mit seiner „Beute“.

Modefotografin Julia Kennedy


Die Skulptur von Zilvinas Kempinas berührte mich mit ihrer einfachen Dynamik: drei Schnüre, die mit der Luft eines Ventilators in der Ecke tanzen.

Den Designer Bernt Heiberg fotografierte ich vor einem Bild, das gut zu seinen Möbeln passt.

Clarina Bezzola, eine in New York lebende Schweizer Künstlerin, die ich neulich schon für das Ron Orp Lookbook fotografiert hatte, traf ich mit einer gelungenen Vereinigung von Mode und Kunst am Arm.
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tolle outfits, aber dieses schaffell (oder was es auch immer ist) am arm sieht echt eklig aus. als wäre das eigentlich für hundetrainer bei der polizei gedacht, und es hätte sich auch schon der ein oder andere hund darin verbissen.
das Obterteil von der Tessa will ich auch haben! tolle Bilder hast du gemacht!
oh ja die Papier-Skulpturen sind wirklich sehr speziell, würden sich gut in meiner Wohnung machen
Ich dachte Bjork ist eine ganz Liebe und lässt sich immer fotografieren. Aber du hast ja trotzdem viele interessante Menschen vor die Linse bekommen.
Yigal Ozeri sieht man an dass er Künstler ist:) die Tasche auf dem letzten Bild irritier mich etwas:)
das outfit von cameron moir gefällt mir sehr, nur die turnschuhe passen nicht 100%…
Die Skulptur von Zilvinas Kempinas ist in der Tat sehr sehr einfach. Ich denke, ich könnte ein ähnliches Konstrukt schaffen – berichtet ihr dann auch über mich?
Das Kaugummirosa kenne ich von früher: Hubba Bubba lautet das Stichwort!
Die orangefarbene mütze ist der hingucker schlechthin!!!
Fenke hat recht!