Kathrin

Alles Karo

In New York habe ich noch nie einen Mann getroffen, der kein kariertes Hemd besitzt. Jenseits der Wallstreet, sieht man sie überall: die männliche Freizeit-Uniform.

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“Dieses Holzfällerhemd hat mir meine Ex-Freundin verpasst”, lacht der israelische Künstler Hallel (oben). “Wir gingen immer zusammen einkaufen.” Er ist nicht der einzige Jeansträger, dem Karos super stehen.

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Die schräg gestreiften Taschen bringen ein bisschen Chaos in die rechteckige Ordnung.

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Nur was ist ein Western-, ein Holzfäller- oder schlicht ein Karo-Hemd? Die Unterschiede sind fein: die Flanell-Holzfällerhemden werden klassisch zugeknöpft, die Baumwoll-Western-Hemden mit Perlmutt-Metallklipps.

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Die Naht am Rücken und die Taschen spitzen sich bei einem “Western-Snap-Shirt” im Bogen zu.

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Holzfällerhemden haben ihren Namen übringens nicht von den Holzfällern geerbt. Sondern von der US Band Lumberjack (Holzfäller), die immer in karierten Flanell-Hemden auftrat.

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Karos wirken an Männern manchmal verwegen und auch mal halbstark. Vor allem wenn man sie als Hose trägt. Doch der bekannte New Yorker Dandy Bill Gboizo (oben) alias Prince Williams III gibt sich immer stolz – und geht nie ohne Karos aus dem Haus.

11 Kommentare
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  1. XXX

    Ich bin Fan von Prince Williams III!!!

  2. Mischa

    Männer in Karohemden, einfach sexy!

  3. Betti

    ahhh diese gelb karierte hose schreit mich geradezu an! GRAUSAM:-)

  4. Mel

    Ich liebe karierte Oberteile, nur leider sieht man sie an jeder Straßenecke…

  5. Bonny

    karos wo man nur hinschaut. ich hab mir gerade eine lila-schwarz karierte strumpfhosen gekauft. zwar nicht ganz passend zum beitrag “mann in karo”, aber ich wollte es dennoch kurz los werden. denn schließlich leben wir ja im zeitalter der emanzipation ;)

  6. loewenherz

    Kleinkarierter Karostolz?! Nein danke! Nichts gegen Brokeback-Mountain-Romantik, aber irgendwie kommen Karos immer so Vintage rüber. Und dadurch werden sie auch nicht unbedingt besser. Selbst Burberry hat erkannt, das Karos im 21. Jahrhundert ´nem zeitgenössischen Farbschema folgen müssen.

  7. lotte

    loewenherz hat recht: karo eignet sich am besten als futterstoff.

  8. Katharina

    Aber Karo!
    Nichts kaschiert kleine “Der Sommer ist ja vorbei Pölsterchen” besser als karrierte Hosen (vorrausgesetzt ist natürlich die korrekte Konfektionswahl, die leider immernoch von vielen Deutschen missachtet wird).
    Karo ist cool, schick, trendy – dafür gibts ein “Daumen hoch”
    Leute die sich nicht an Karo trauen weil es zu “spießig” ist, sind auch sonst in der Modewelt eher als “graue Mäusschen” bekannt.
    Karo ist super!

  9. loewenherz

    @Katharina: Ich verstehe immer gar nicht, warum es hier permanent ums Kaschieren von irgendwelchen “Unzulänglichkeiten” geht (ich erinnere an den Beitrag zu den Taillenjeans). Nehmt Euch doch einfach mal so an, wie Ihr seid.
    Ich möchte hier jetzt keine Grundsatzdiskussion zu kultursoziologischen und -philosphischen Ansätzen „modernen“ Weiblichkeitsbilder vom Zaun brechen. Schön finde ich das Zitat von Helmut Lang: „Man kann sich mit Kleidung keine Persönlichkeit schaffen. Das geht immer nur bis zum Hals.“ Recht hat er!

  10. nicole

    gestern gabs einen karorock für meine wenigkeit. was soll das auch – gleichberechtigung im zeitalter der emanzipation :)

  11. Katharina

    @ loewenherz
    Das ist so nicht ganz richtig.
    Man kommuniziert sich einfach über seine Kleidung. Und ich bin davon überzeugt (ohne Sie zu kennen) das Ihnen Mode genauso wichtig ist. Ein Beweis sollte das Bügeleisen bei Ihnen zu Hause sein ;-)
    Damit erreichen Sie nämlich auch das Ihr Hemd gepflegt aussieht – damit keiner auf die Idee kommt Sie wären ein unordentlicher, ungepflegter Mensch.
    Allein damit brechen Sie das Zitat von Helmut Lang.
    Sie würden vielleicht auch nicht mit einem “heruntergekommenen Landstreicher” eine Disskussion beginnen auch wenn dieser evtl. besonders tiefe Gespräche führen könnte. Lieber doch einen Tratsch mit der modernen, gepflegten Nachbarin um die Ecke.
    Das soll keineswegs ein Vorwurf sein – ich mache es doch genauso!
    Ein Spruch jedoch – zum Abschluss – welcher mich dazu anhält das nicht IMMER alles kaschiert werden muss:
    Warum sollte man sich heutzutage an den Figuren der Topmodels messen? Wenn man seine Intelligenz messen würde, würde man sich auch nicht mit Einstein vergleichen!

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