© Gettyimages + OTTO

Jede Dekade hat ihre ganz eigenen Mode-Highlights. Dieses Jahr wird OTTO 60 und kann auf gleich 6 Dekaden zurückschauen. 6 Dekaden, in denen viele Modefreunde in ganz Deutschland mit den neuesten Trends aus Paris und Co. beglückt werden konnten. Kathrin und ich stellen ab heute in zwei Beiträgen die wichtigsten Highlights der letzten 60 Jahre vor. Dazu sind wir im OTTO-Archiv gewesen und haben geblättert, gestaunt und gescannt, um zu zeigen, wie modisch OTTO zur jeweiligen Zeit gewesen ist. Die 50er, 60er und 70er Jahre nach dem Sprung …


50er Jahre: Diors New Look


Eine Dame der 50er Jahre in Dior / © Gettyimages

„New Look“ heißt auf Deutsch ganz einfach „Neues Aussehen“ und beschreibt sehr anschaulich das, was die Damenmode in der Nachkriegszeit bestimmte: schmale Taille, schmale Schultern und wadenlanger, weiter Rock. Der Begriff wurde ursprünglich in den USA von der Chefredakteurin von Harper’s Bazaar, Carmel Snow, speziell für die ab dem Frühjahr 1947 von Christian Dior propagierte Modelinie geprägt. Historisch betrachtet war der Trend eher reaktionär denn innovativ, weil er in Abkehr von der tendenziell rationalen und durch Materialknappheit geprägten Mode der Kriegsjahre den Anschluss an den Luxus der Vorkriegsjahre suchte. Das Frauenideal wandelte sich zurück vom emanzipierten working girl zur Prinzessin und Dame. Die Kleider waren dezidiert alltagsuntauglich und unpraktisch, und eher als elegante Abendgarderobe geeignet (was natürlich nicht verhinderte, dass der New Look Einfluss auf die Alltagsmode hatte). Die Herstellung der Kleider erforderte einen großen Aufwand an Arbeit und Material (Stoff). Außerdem machte der New Look Paris wieder zum Modemekka. Christian Dior selbst nanne den New Look übrigens Ligne Corolle („Blütenkelchlinie“), weil die Rockform an eine nach unten gekehrte, geöffnete Blüte erinnerte.

Quelle: Wikipedia

Bei OTTO wurde der neue Look schnell aufgenommen und prägte das Angebot an Damenmode nachhaltig:

1956 im OTTO-Katalog noch mit Illustrationen. Oben Frühjahr/Sommer, unten Herbst/Winter

1958 dann mit Fotografien

Bei jüngeren Damen wurde der New Look in Kombination mit dem Petticoat populär. Dies ist ein bauschig-weiter Unterrock aus versteiften Perlon- und Nylon-Stoffen mit rüschen- und spitzenverzierten Stufen, bevorzugt unter langen, weiten und taillenbetonten Röcken zu deren Formunterstützung getragen. Besonders gut geeignet war diese Mode für die Bewegungsabläufe des Rock’n'Roll-Tanzes. Seine Bedeutung kulminierte angesichts der ansonsten sehr prüden Kleidungskonventionen in dem 1958 aufkommenden Streit, ob Petticoats länger als die Überbekleidung und damit öffentlich sichtbar sein dürften. Er blieb auch während der den Rock’n’ Roll ablösenden Twist-Phase populär und verschwand ab 1966 mit Aufkommen der Minirock-Mode.

Quelle: Wikipedia

Der wahrscheinlich berühmteste Petticoat-Film ist die Musical-Verfilmung Grease mit John Travolta.

60er Jahre: Mary Quants Minirock

Das Model Twiggy in einem Minikleid / © Gettyimages

Ein Rock ist ein Minirock, wenn er mindestens 10 cm über dem Knie endet. Erfunden hat ihn die britische Modedesignerin Mary Quant, erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde er 1962 in der britischen Vogue. Zunächst als höchst skandalös wahrgenommen, war das knappe Kleidungssstück bereits wenige Jahre später ein Verkaufsschlager und auch Bestandteil des OTTO Angebots:

Frühjahr/Sommer 1969

Die neue Länge konnte sich in allen Gesellschaftsschichten durchsetzen. Selbst das englische Königshaus gab dem Trend nach und akzeptierte eine Länge von exakt sieben Zentimetern über dem Knie. Mary Quant wurde für ihren Mut und ihre sinnlichen, jungen Kreationen 1966 mit dem „Order of the British Empire“ ausgezeichnet. Zur Verleihung im Buckingham Palace erschien sie selbstverständlich im Minirock ;)

Quelle: Wikipedia

70er Jahre: Psychadelic Hippie

Sonny und Cher in der zeittypischen „Tracht“/ © Gettyimages

Schlaghosen und Blümchenkleider bestimmten die Hippie-Mode der 60er Jahre. Erstere haben ihren Namen vermutlich daher, dass beim Gehen die Hosenbeine aneinander schlagen. Heute bezeichnet der „Schlag“ den trichterförmigen Verlauf, der ab dem Knie nach unten hin weiter werdenden Hosenbeine. Betrachtet man eine Schlaghose von vorne oder der Seite, so erinnert sie an die Form einer Trompete oder Glocke (daher auch die englischsprachige Bezeichnung Bell Bottoms). In den 70er Jahren wurde alles ein wenig weiter, größer und bunter. In der Popkultur und im Farbfernsehen erreichten die „Schockfarben“ der Damenmode fast die Schmerzgrenze. Schlagersänger wie Rex Gildo und Jürgen Marcus machten es jedoch auch den Herren vor: Der Schlag der Hose wurde weiter, die Kragen der Hemden wuchsen zu wahren Segeln. Und die Krawatten der Herren erinnerten mehr und mehr an das Kinderlätzchen. Fast obligatorisch wurde die gefönte Dauerwelle. Sehr in Mode waren auch bis in die Wangen reichende Koteletten.

Dem gegenüber standen der Glam Rock mit seinem Glitter und die Discobewegung mit Hotpants, Plateauschuhen, knappen und immer durchsichtigeren Blusen, hautengen Einteilern (als Vorläufer der späteren Leggins) und dem gewagten Afrolook (zum Beispiel Paul Breitner). Auf der anderen Seite standen die dem Hardrock Zugeneigten, mit langen Haaren, Cowboystiefeln, Jeans, T-Shirt und Lederjacken.

Quelle: Wikipedia

Bei OTTO begegenete man den 70er Jahren so:

Frühjahr/Sommer 1973

Frühjahr/Sommer 1969

Leider, leider gibt es bei OTTO kein riesiges Klamottenarchiv, das man durchstöbern könnte :( Die Bilder müssen reichen … Nächste Woche kommt Kathrin mit den Highlights aus den 80er, 90er und 00er Jahren!

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Kommentare: (14)

  1. von Petra

    Die gezeichneten Kataloge sind ja herrlich!

  2. von bad_babe

    wie cool: die 70er Models waren ja teilweise barfuß. fehlen nur noch fußkettchen und räucherstäbchenschwaden.

  3. Gibt es eine Neuauflage der alten Looks zum Jubiläum oder irgendwelche modischen Zitate aus 60 Jahrzehnten?

  4. von Mandy

    Die Models im gelben Luftballonmeer sind heiß und ebenso die Preise, unglaublich!

  5. von anni

    super katalogseiten! da möchte man fast die heutigen kataloge aufbewahren, dann hat man in 30 der 40 jahren wahrscheinlich echt was zu lachen :)

  6. von Vero

    Was wäre das genjal, wenn Otto zum gleichen Preis-/Leistungsverhältnis die Sachen noch anbieten würde…

  7. von Undine

    Hezlichen Glückwunsch “OTTO” und vielen Dank für die guten Modeideen, die Ihr so reingebracht habt.
    ich bin heute noch so begeistert von der “OTTO”Welt wie 1990 als ich mit Bestellungen begann. inzwischen auf mehr als 60Kunden ausgeweitet. Alle sind meistens zufrieden. Verbesseungswürdig – die Lieferzeiten. Steigert Euch in den nächsten 60. Meine guten Wünsche dafür begleiten Euch!

  8. von Wolle

    Oh das waren noch zeiten als twiggy jedem mann der welt den kopf verdrehte! mehr davon, das finde ich spannend und schaue gern noch mal hier rein.

  9. von hanus_anna

    Es wäre so schööön, wenn man sich diese mode aus den 50,60,70,und 80gern nicht nur hier anschuen könnte, sondern wenn es eine Wiederauflage von einigen Stücken gegben würde- jetzt zum Jubiläumsjahr!
    Ich bin sicher, dass viele Kundinen froh wären- ich auch;)))

  10. ob 80iger oder 90iger die Mode greift immer wiederkehrende Trends auf.

  11. von machIT

    Verdammt interessant wie sich die Mode doch so entwickelt hat. Ganz netter Artikel und super geschrieben.
    Vorallem gefallen mir diese Hippie Sachen *g*
    - auf weitere 60 Jahre OTTO -

  12. von maiik

    wow..^^
    ich liebe diese jahre..bi zwar selbst viel zu jung..aber sie warenn noch toll..alles soo schön bunt un krell..und naja die hippies fantastisch..ich wirde mich freuen wenn es für´s jubeleum eine alte auflage nochmals ersteint..
    danke!

  13. von maiik

    wow..^^
    ich liebe diese jahre..bi zwar selbst viel zu jung..aber sie warenn noch toll..alles soo schön bunt un krell..und naja die hippies fantastisch..ich wirde mich freuen wenn es für´s jubeleum eine alte auflage nochmals ersteint..
    danke!

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