
Modeblogs befassen sich meist mit schönem Inhalt, wenn die Verpackung dann auch noch stimmt, ist jeder Besuch ein neues Freudenfest für die Augen – „Eyecandy“ würde man auf Englisch dazu sagen. Einen Platz in meiner Liste der liebenswertesten Modeblogs von vorgestern hätte Roberto Poropat mit seinem COUTE QUE COUTE auch verdient. Vorgestern fehlte er, heute bekommt er ein eigenes Posting. Wer wissen will, wie der 26-jährige Düssedorfer ausschaut, kann das auf dessen Lookbook Profil tun, das Roberto regelmäßig aufwendig aktualisiert. Dazu richtete er sich ein kleines feines Fotostudio ein, wie er mir verriet. Dass all das Schöne nicht von ungefähr kommt, beweist die Tatsache, dass Roberto sich seine Brötchen als Kommunikationsdesigner verdient. Berufswahl geglückt würde ich da mal sagen.
screenshot von coute que coute
Wer bist Du und was tust Du?
Mein Studium habe ich Ende 2007 abgeschlossen, bin hauptberuflich freier Kommunikationsdesigner und arbeite seit ca. einem Jahr für ein Düsseldorfer Designbüro mit Kunden aus den Bereichen Kunst, Kultur und Wirtschaft. Nebenbei stehe ich immer für freie Projekte zur Verfügung und realisiere ab und zu für mein Umfeld grafische Arbeiten oder beschäftige mich mit Dingen wie meinem Blog. Freizeit wird immer mehr zum Fremdwort, doch die nutze ich dann grundsätzlich für Freunde. Nun, das war alles zum Thema was ich so tue. Wer ich bin – ja, dem versuche ich von Tag zu Tag immer weiter auf die Spur zu kommen, sehe das Ganze aber auch als Prozess und bin gespannt was mich noch so erwartet …
Worum geht es auf Deinem Blog?
COÛTE QUE COÛTE repräsentiert meine Interessen in den Bereichen Fashion, Editorial, Art&Design, Musik, Film und alles rund um Popkultur. Hierbei selektiere ich stark und achte besonders auf visuelle Highlights. Im Gegensatz zu vielen anderen Bloggern fokussiere ich mich seit dem Relaunch Anfang des Jahres auf Bilder – nicht auf Texte. Ich störte mich schon immer an zu kleinen Darstellungen im Web und wollte dem entgegenwirken. Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte und genau diesen Leitspruch verfolgt COÛTE QUE COÛTE.
©Roberto Poropat
Was inspiriert Dich?
Alles. Ja, so kann man das wirklich auf den Punkt bringen. Ich schöpfe aus Unterhaltungen, Spaziergängen, dem Einfluss der unterschiedlichen Medien, die mich umgeben, die ich aber auch bewusst nutze, und meinem Leben an sich. Spezielle Inspirationsquellen suche ich mir nicht (oder habe diese vielleicht auch noch nicht für mich entdeckt). Für meinen Blog selber nutze auch ich den ungemein nützlichen Google Reader oder das Apple Mail Programm – da heißt es einfach Durchklicken. Mein modisches Interesse war aber auch schon während des Studiums geweckt, so ist auch meine Diplomarbeit ROP zustande gekommen, bei der es sich um ein Fashion-Magazin nur über mich selbst handelt (das Ganze allerdings mit einem deutlichen Augenzwinkern) …
©Roberto Poropat
Weitere Bilder von Robertos Diplomarbeit gibt es hier zu sehen.
Welches Buch/Magazin liegt gerade auf Deinem Nachttisch?
Ein Buch liegt da momentan nicht, aber viele Magazine, wie die zweite Ausgabe der VOGUE HOMMES Japan, Butt, Kasino, Fantastic Man, Love, Purple, Kaiserin und viele mehr …
Was ist derzeit Dein Lieblingsteil in Deinem Kleiderschrank?
Absolutes Lieblingsteil an eher kalten Tagen ist mein grob gestrickter Mantel von Filippa K. mit Kapuze und einer Kakerlaken-Rückansicht … (wie auch immer man sich das vorstellen sollte …). Wird’s ein wenig wärmer, dann führe ich allerdings ein ähnliches Teil von Fifth Avenue Shoe Repair aus, noch länger, dafür aber weniger Kakerlake …
Zum Blog von Roberto geht es hier. Sein Lookbook ist auch einen Besuch wert.
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Ein Magazin nur über ihn selbst als Diplomarbeit? Hahaha. Ich find's echt super. Es lebe der sympathische Grössenwahnsinn!
Das ist ja mal ein Statement: ein Magazin, das einen komplett selbst zum Thema macht. Sieht spannend aus – Hut ab!
Die erfrischende Fusion zwischen Kommunikation, Design, Kunst & Fashion schafft hier ein formschönes Gleichgewicht; Information in Gestalt neu zu definieren.
Die Liebe zum Detail erkennt man nicht nur im Inhalt des Blogs.
Ein durchaus rundes Ding.
>>Firefox >> Apfel D
^^ Ana r.
Ah ja, mir war gar nicht so klar, dass auch Männer Modeblogs verfallen können (ich meine natürlich abgesehen vom satorialist oder wie der sich nennt).
Den Mantel mit der Kakerlaken-Rückansicht würd ich ja gerne mal sehen – ist bestimmt ein stylisches Stück.
Was für eine extravagante und sehr mutige Diplomarbeit – aber der Mut wird ja auch belohnt
Die Diplomarbeit fällt ja schon eher unter die Kategorie Diss – wahnsinn!
hey mädels!
vielen lieben dank für die ganzen kommentare.
es freut mich, dass euch meine diplomarbeit gefällt und ja, natürlich haben auch wir jungs ein interesse für die schöne welt der mode.
den kakerlaken-mantel gibt es übrigens auch auf lookbook.nu zu sehen und zwar hier: http://lookbook.nu/look/20488-ROP-8-9-3-27-1-82
viele grüße und auch nochmals danke an dich mahret.
der rob