Kathrin

„Wenn ich etwas mache, dann perfekt.“

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Vor zwei Jahren zog Stefan Mentz, 31, nach New York, um unter anderem für die ARD aus der Metropole zu berichten. Mittlerweile arbeitet er für die Firma Belladonna, die den Brandneu-Katalog, Reiseführer und Film produzierte. Ich traf Stefan im belgischen Restaurant Markt. Und wir unterhielten uns über den Tag, an dem ich an der Metropolitan Street entlang spazierte und zufällig Stefan bei der Arbeit sah, als das Team mit Models in Polizistenuniformen den Katalog fotografierte und den Brandneu-Spot drehte.

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Es sah so aus, als hättet ihr Spaß am Set…

Ja, trotz der vielen Arbeit war es eine sehr angenehme Arbeitsatmosphäre. Besonders lustig war es, meinen Kollegen Adam, mit dem ich die Produktion zusammen gemacht habe, in der Polizeiuniform zu sehen.

Was war Deine Aufgabe bei der Produktion?

Ich war vor Ort, um zu überwachen, dass die Produktion glatt läuft. Das Projekt war sehr aufwendig: Die Mode wurde in sieben Tagen an 30 Orten fotografiert. Einen Monat zuvor fädelten wir alles ein und suchten die Moderatorin für Brandneu TV, die Models und die Locations. Ich bin tagelang mit meinem Fotoapparat durch die Stadt gezogen und habe sie nach spannenden Kulissen durchkämmt. Wenn ich etwas mache, dann perfekt. New York passt gut zu OTTO und Brandneu, denn die Stadt ist voller Kontraste – so wie die Mode.

Was war neu an der Brandneu-Produktion?

Jedes halbe Jahr zeigt der Katalog nicht nur neue Mode, sondern auch eine neue angesagte Metropole und stellt die besten Restaurants, Shops, Bars und Clubs vor. Der Katalog sollte nicht zu klassisch sein, der Reiseführer nicht zu touristisch. Wir drehten in fünf Stadtteilen einen Stimmungsfilm, der das wahre New Yorker Stadtleben abseits der touristischen Wege darstellen sollte. Es war eine Herausforderung, die Balance zwischen dem New York, das jeder kennt und gerne sieht, und dem echten New York zu finden. Denn bevor man die Leser für Neues begeistern kann, muss man erst mal ihr Interesse wecken.

Wie habt Ihr die Freiheit genutzt, dass der Katalog nicht klassisch aussehen musste?

Beim Casting suchten wir echte New Yorker Typen aus. Alle Nationalitäten waren erlaubt. Wir fotografierten und filmten unter anderem in Harlem, obwohl es dort nicht so sauber wie die Upper East Side ist. Aber viel lebendiger – und eben viel mehr New York. Wir mussten ja nicht nur die schönen Seiten reflektieren.

Warum hat die Hamburger Produktionsfirma office36 mit euch zusammen gearbeitet?

Die Hamburger Produktionsfirma brauchte eine Partnerfirma, die sich vor Ort auskennt. Man unterschätzt leicht wie anders man hier arbeitet als in Deutschland. Während man beispielsweise in Deutschland mal schnell ein Foto auf der Strasse machen darf, muss man hier überall Drehgenehmigungen einholen.

Wie bist Du bei der Firma Belladonna Productions gelandet, die den Oscar nominierten Film “Transamerica“ produziert hat?

Ich bin eigentlich ausgebildeter Fernsehjournalist, aber habe auch Film in London studiert. Als ich den Entschluss gefasst habe, mich komplett auf Film zu konzentrieren, habe ich einfach meinen heutigen Boss Rene Bastian vor eineinhalb Jahren angerufen und mich am Telefon vorgestellt. Zuvor habe ich natürlich im Internet Informationen über die Firma und Rene recherchiert, wo ich auch ein Foto von ihm sah. Als ich Rene zufällig am Abend im Club 205 sah, sprach ihn an, obwohl er sich nicht mehr bei mir zurück gemeldet hat. Immerhin stand mein Name dann aber auf der “To-Do-Liste“, die in seiner Tasche steckte, an zweiter Stelle. Seitdem arbeite ich für ihn. Wir haben uns gleich gut verstanden.

Wie gut kennst Du mittlerweile die Stadt?
Ich bin ständig unterwegs und fast nie in meiner Wohnung in der Lower East Side, die ich mir mit zwei Skandinavierinnen teile. Obwohl ich mich inzwischen gut auskenne, finde ich immer wieder neue Seiten und Orte in der Stadt.

Sind viele Tipps im Reiseführer von Dir?
Ich habe vieles von mir Preis gegeben und den Hamburgern mein ganz persönliches New York gezeigt. So wie ich es meinen Freunden zeige. Das Freeman’s zum Beispiel (www.freemansrestaurant.com) ist eines meiner Lieblingsrestaurants.

An was arbeitest Du gerade?

Momentan drehen wir den Film “An English man in New York” mit den Schauspielern John Hurt und Cynthia Nixon. Es geht um das Leben von Quentin Crisp, der in den 70er und 80erJahren die Kunst- und Theaterszene in New York bewegte.

Was fasziniert Dich an New York?

Weil hier alle Arten von Menschen zusammen leben, findest du, was immer du suchst. Das ist auch modisch interessant.

Dann interessiert Dich Mode auch persönlich?
Dieses karierte Hemd wollte ich schon lange haben, bevor ich es im Levi’s Laden entdeckt habe. Am liebsten mische ich Marken mit schlichten Basics.

Und hier ein paar Bilder aus dem brandneu Katalog und Earbook, die mal wieder beweisen wie schön und spannend NY ist …

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Und: brandneu-tv-Moderatorin Kathie Bates im Einsatz:

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1 Kommentar
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  1. Ansu

    Spannende Vita der Mann und spannender Job. Das Resultat des Shootings siht super aus. Glückwunsch!

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